Drehscheibe Nr. 114 Juni 2026

Ausgabe 114 | Juni 2026 Magazin der Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH Grundsteinlegung bei GKB Baustart für neue E-Werkstätte GKB investiert 64,4 Millionen Euro in den Standort in Graz

2 | Ausgabe 114 - Juni 2026 Inhalt / Editorial / Impressum 2 Geschäftsführung 3 Grundsteinlegungsfeier für neue Werkstätten- und Instandhaltungsanlagen 4 Interview mit Mobilitätsminister Peter Hanke anlässlich der Grundsteinlegung 8 Historische Betrachtungen: Vom Kohleabbau zur Stollensicherung - Bergbau im Wies-Eibiswalder Revier 10 Mittelposter: Bahnsteigimpression vom Wies-Eibiswald im elektrischen Betrieb 12 Personal 14 Ganz Kurze Berichte 16 Reisereportage: Laos - Reise durch ein stilles Land / Teil II 20 Technisches Eisenbahnmuseum & Steirische Eisenbahnfreunde 23 Promotion 24 Die Drehscheibe ist das PR- und Kund:innenmagazin der GKB. Sie ist eine regelmäßig erscheinende Informationsschrift. Das GKB-Intern ist eine Beilage für Mitarbeiter:innen. Ein Archiv aller erschienenen Ausgaben findet sich unter: www.gkb.at Medieninhaber: Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH (GKB) Herausgeber: Mag. Ernst Suppan Redaktion / Layout: Mag. Ernst Suppan Jasmin Motschnik Anschrift: Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH Direktion / Stabsstelle G-PR Köflacher Gasse 35 – 41, 8020 Graz 0316 / 5987 – 0 drehscheibe@gkb.at Druck: Koralpendruckerei Ges.m.b.H. 8530 Deutschlandsberg Auflage: 4000 Stück im 2. Quartal 2026 Fotos: Cover: GKB_Schiffer Poster: GKB_Ferk Ansonsten: GKB-Archiv, K. Ferk, J. Motschnik oder E. Suppan bzw. lt. jeweiliger Textanmerkung; Inhalt Impressum Editorial In dieser Ausgabe der GKBDrehscheibe beschäftigen wir uns mit der Grundsteinlegung für die neue E-Werkstätte. Die Geschäftsführung berichtet über nachhaltige Verbesserungen bei der Beförderungsqualität auf der Linie S6 und wichtige Zukunftsprojekte. Auch der Leitartikel widmet sich der Grundsteinlegung und dem Baustart für die neuen Instandhaltungs- und Werkstättenanlagen, deren Herzstück die E-Werkstätte ist. Anlässlich der Grundsteinlegungsfeier besuchte uns Mobilitätsminister Peter Hanke und wir führten mit ihm ein spannendes Interview. Der historische Beitrag erinnert an das Ende des Bergbaus in der Südweststeiermark vor 50 Jahren. Im Personalteil berichten wir vom Girls' Day 2026 und BGF-Maßnahmen. In der Rubrik „News and Facts“ gibt es Neuigkeiten von flux, eine Buchvorstellung, einen Bericht über LTEBeachvolleyballerinnen u. a. Der 2. Teil der Reisereportage führt uns in den ursprünglichen Süden von Laos. Und die Eisenbahnfreunde berichten vom Saisonstart im Technischen Eisenbahnmuseum und von Neuigkeiten bei den Freunden der Sulmtalbahn bzw. beim Flascherzug. von Mag. Ernst Suppan Chefredakteur INHALT | EDITORIAL | IMPRESSUM

3 Ausgabe 114- Juni 2026 | Die GKB konnte mit einer eigenen Taskforce und gezielten Maßnahmen die Störungsproblematik auf der SBahn-Linie S6 beheben. Und im Frühsommer startete das Unternehmen mit einer feierlichen Grundsteinlegung ins nächste Zukunftsprojekt. Seit 4. August 2025 fährt die GKB auf der S-Bahn-Linie S6 unter Strom, womit die 1. Phase der Elektrifizierung abgeschlossen wurde. Mit Fahrplanwechsel erfolgte die Ausweitung des Bahnangebots der GKB - Allein auf der Linie S6 verkehren nun monatlich rund 1650 Züge, dies sind 40 Prozent mehr als zuvor! Leider sorgten aber technische und betriebliche Schwierigkeiten für Beeinträchtigungen im südweststeirischen S-Bahn-Verkehr: So kam es auf der Linie S6 - vor allem im Winter - vermehrt zu Zugausfällen und Zugverspätungen. Wobei die Pünktlichkeitswerte auf den anderen S-Bahn-Linien der GKB mit 97 bis 99 Prozent weiter hoch blieben. Die Schwierigkeiten auf der Linie S6 wurden durch Störungen und betriebliche Einschränkungen verursacht. Daher bildete die GKB am 9. März eine abteilungsübergreifende Experten-Taskforce. Sie setzte gezielte Maßnahmen, um die Problemstellungen im Einflussbereich unseres Unternehmens bzw. deren Ursachen schnell in den Griff zu bekommen. Erfolg durch gezielte Maßnahmen Mittlerweile belegen die Zahlen, dass die Maßnahmen der GKB-Taskforce Erfolg hatten und merkbare Verbesserungen gebracht haben. Durch die schrittweise Umsetzung der Taskforce-Maßnahmen und ein verbessertes Fahrzeugmanagement, konnte eine Steigerung der Pünktvon Mag. Gerald Klug Geschäftsführer der Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH Problemlösung und Zukunftsprojekt | GESCHÄFTSFÜHRUNG GKB startet neues Zukunftsprojekt - Taskforce löst erfolgreich Probleme lichkeit und der Sauberkeit, aber vor allem die Verringerung der Beeinträchtigungen und Störungen auf der Linie S6 erreicht werden. Auch die Anzahl der Fahrgastbeschwerden ist stark gesunken. Zudem zeigte sich, dass insbesondere dort wo die GKB selbst Maßnahmen setzen kann, deutliche Verbesserungen beim Leistungsniveau erzielt werden konnten. Unser Unternehmen ist daher zuversichtlich, dass solche Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs auf der Linie S6 weitgehend der Vergangenheit angehören. Geschäftsfeld Instandhaltung als Zukunftsprojekt Im Juli schlugen wir ein neues Kapitel der Unternehmensgeschichte auf: Mit der Grundsteinlegung für die neuen Werkstätten- und Instandhaltungsanlagen am Betriebsgelände in Graz, bei der uns Mobilitätsminister Peter Hanke und Verkehrslandesrätin Dr. Claudia Holzer beehrten, setzten wir den nächsten Meilenstein bei der Weiterentwicklung der GKB. Denn diese neuen Werkstätten- und Instandhaltungsanlagen sind einerseits eine Voraussetzung für den flächendeckenden elektrischen Bahnbetrieb bei der GKB. So werden in den neuen Werkstätten zukünftig eigene Elektrolokomotiven und Elektrotriebwagen für den S-Bahn-Betrieb gewartet. Andererseits haben sie aber auch zusätzliche Kapazitäten, um das erfolgreiche Geschäftsfeld Instandhaltung zu entwickeln. Daher freut es mich außerordentlich, dass wir mit Unterstützung des Bundes, des Landes Steiermark und des Aufsichtsrates nun in die Umsetzungsphase kommen und mit diesem innovativen Zukunftsprojekt starten können!

4 | Ausgabe 114 - Juni 2026 Mit der symbolischen Grundsteinlegung für die neue E-Werkstätte am Betriebsgelände in Graz beginnt für die GKB eine neue Ära in der Schienenfahrzeuginstandhaltung. Die Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH will mit Fahrplanwechsel im Dezember 2031 mit dem flächendeckenden elektrischen Bahnbetrieb auf allen ihren S-Bahn-Linien starten. Dafür beschafft das steirische Mobilitätsunternehmen eine einheitliche Flotte neuer Elektrotriebwagen. Schon vorab errichtet die GKB für den elektrischen Betrieb nun neue hochmoderne Instandhaltungs- und Elektrowerkstätten: Neue Innovation für Bahnbetrieb Am 14. Juli 2026 legten Mobilitätsminister Peter Hanke, Verkehrslandesrätin Dr. Claudia Holzer, Verkehrsausschussvorsitzender NAbg. Wolfgang Moitzi, Bürgermeisterin Elke Kahr und der GKB-Aufsichtsratsvorsitzende Mag. Franz Weintögl gemeinsam mit GKB-Geschäftsführer Mag. Gerald Klug und dem GKB-Betriebsratsvorsitzenden Wolfgang Sabathi feierlich den Grundstein für das Herzstück der neuen Werkstätteninfrastruktur. Mit der symbolischen Grundsteinlegung für die neue E-Werkstätte am Betriebsgelände in Graz beginnt für die GKB eine neue Ära in der Schienenfahrzeuginstandhaltung. Die Neuerrichtung, Modernisierung und Erweiterung von Werkstättengebäuden und -gleisanlagen ist der nächste Meilenstein der Unternehmensentwicklung. Die GKB spannt damit nicht nur den Bogen vom historischen Grundstein zur modernen Werkstätte, sondern macht so auch die Weiterentwicklung des Unternehmens und seine innovativen Zukunftspläne sichtbar. Die modernen Instandhaltungswerkstätten eröffnen der GKB künftig außerdem neue wirtschaftliche Möglichkeiten, wodurch viele Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen werden. Das Unternehmen BAHNZUKUNFT | GKB legt Grundstein für Innovation im Bahnbetrieb Baustart für E-Werkstätte in Graz - GKB investiert 64,4 Millionen Euro AR-Vors. Weintögl, Bgm. Kahr, GF Klug, LR Holzer, BM Hanke, NAbg. Moitzi und BRV Sabathi beim Festakt (v. l.) Die GKB spannte den Bogen vom

5 Ausgabe 114- Juni 2026 | GKB legt Grundstein für Innovation im Bahnbetrieb | BAHNZUKUNFT investiert in die verschiedenen Bauprojekte insgesamt rund 64,4 Millionen Euro. GKB baut für eine erfolgreiche Zukunft „Die Errichtung der neuen E-Werkstätte und weiterer Instandhaltungsanlagen sowie die Beschaffung von neuen Elektrotriebwagen sind die nächsten Meilensteine der Unternehmensentwicklung. Mit diesen Zukunftsprojekten schaffen wir die Voraussetzungen für künftig vollständig elektrischen und damit klimafreundlichen Bahnbetrieb. Erklärtes Ziel ist der Start des elektrischen Bahnbetriebes auf allen Linien der GKB mit Fahrplanwechsel 2031. Die neuen Werkstätten dienen dabei aber nicht nur der internen Wartung, sie haben auch zusätzliche Kapazitäten für externe Instandhaltungsaufträge. Daher freut es mich sehr, dass wir unterstützt von Bund, Land und Aufsichtsrat mit dem ersten wichtigen Zukunftsprojekt in die Umsetzung starten und künftig den Aufgabenbereich Instandhaltung erfolgreich bearbeiten können“, zeigt sich Geschäftsführer Mag. Gerald Klug begeistert. Nach dem Start des elektrischen Bahnbetriebes im vorigen Sommer und den großen Angebotsausweitungen als Zubringer zur Koralmbahn im Dezember 2025 ist der Baustart für die neuen Werkstättenanlagen der nächste große Schritt der GKB in eine erfolgreiche Zukunft. Umweltfreundliche Mobilität für die Steiermark Der für die GKB zuständige Mobilitätsminister Peter Hanke betont: „Mit dem heutigen Baustart setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt für den öffentlichen Verkehr in der Steiermark. Ab 2031 werden auf allen GKB-Linien elektrische Züge fahren, das Angebot wird spürbar ausgeweitet und der Bahnbetrieb wird noch moderner. Damit knüpfen wir an die Elektrifizierung der GKB und die Angebotsausweitungen rund um die Koralmbahn an, mit denen wir den öffentlichen Verkehr in der Steiermark bereits auf ein neues Niveau gehoben haben. Öffentliche Mobilität ist für mich eine historischen Grundstein zur modernen Werkstättenhalle GF G. Klug, LRin C. Holzer und BM P. Hanke setzen den Grundstein ein BM Hanke u. GF Klug freuen sich ü. d. Baustart Landesrätin Holzer mit Bundesminister Hanke

6 | Ausgabe 114 - Juni 2026 BAHNZUKUNFT | GKB legt Grundstein für Innovation im Bahnbetrieb zentrale Frage sozialer Gerechtigkeit. Sie verbindet Regionen, schafft Chancen für alle Menschen unabhängig vom eigenen Auto und stärkt den ländlichen Raum. Diese Investitionen sichern nicht nur bestehende Arbeitsplätze in der Steiermark, sie schaffen auch neue – ein gutes Beispiel dafür, wie öffentliche Investitionen regionale Wertschöpfung, Mobilität für alle und Klimaschutz miteinander verbinden.“ Außerdem sind die Zukunftspläne der GKB mit dem Land Steiermark und dem steirischen Verkehrsverbund abgestimmt: „Als Verkehrslandesrätin freut es mich besonders, dass die GKB mit der Errichtung dieser Werkstätten- und Instandhaltungsanlagen nun den nächsten Schritt in eine erfolgreiche Zukunft setzt. Denn nur mit modernen Infrastrukturanlagen und Schienenfahrzeugen bleibt die GKB als wichtiger steirischer Mobilitätsanbieter zukunftsfit und ist gerüstet für die künftig vom Verkehrsressort des Landes geplanten Angebotsausweitungen bei der S-Bahn Steiermark,“ erklärt Dr. Claudia Holzer als Ressortzuständige die Zielvorstellungen der Landes. Moderne Werkstätten für den E-Betrieb Mit der Grundsteinlegung und dem Baustart beginnt mit Sommer 2026 die Umsetzungsphase für mehrere zukunftsweisende Großprojekte der GKB. Insgesamt werden auf 16.100 Quadratmetern Fläche vier Neu- und Umbauten errichtet sowie Werkstattgleisanlagen saniert und erweitert. Dabei werden rund 14.300 Tonnen Beton und 670 Tonnen Stahl verbaut. Schon Mitte 2027 sollen die ersten neuen Anlagen in Betrieb gehen, die Vollinbetriebnahme soll im Herbst 2029 erfolgen. In der ersten Ausbaustufe errichtet die GKB Abstell- und Werkstättengebäuden: So entsteht vor dem Bahnhofsgebäude in der Köflacher Gasse eine neue zweigleisige Abstellhalle mit Gleisanschluss zum ÖBB-Netz. Diese Abstellhalle Nord-Ost wird 74 Meter lang und mit Inspektions- bzw. Arbeitsgruben, einem mobilen Dacharbeitsstand sowie einer 10-Tonnen-Hallenkrananlage ausgestattet sein. Gleichzeitig erfolgt die vollständige Adaptierung und Erweiterung eines Werkstättengebäudes. Dort entstehen neue Büros sowie moderne Sanitär- und Sozialräume. In der zweiten Ausbaustufe folgt schließlich von 2027 bis 2029 die Errichtung der neuen E-Werkstätte und die Erweiterung der GTW-Halle. Dafür wird die bestehende Halle in der die Dieselgelenktriebwagen gewartet werden durch einen Zubau zu einer 125 Meter langen Reparaturhalle verlängert. Gleichzeitig errichtet die GKB direkt daneben eine ebenso lange neue Werkstättenhalle für die Instandhaltung von Elektrofahrzeugen. Die zweigleisige E-Werkstätte ist das zentrale Herzstück der neuen Instandhaltungsanlagen, sie wird über Oberleitungsanlagen sowie ebenfalls einen Gleisanschluss verfügen. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz Selbstverständlich erfolgt die Errichtung dieser zukunftsorientierten Projekte in nachhaltiger Bauweise und unter den Gesichtspunkten der Ökologie und der Energieeffizienz. Außerdem werden zur Stromgewinnung Photovoltaikanlagen auf den Dächern installiert, die Werkstätten künftig mit Fernwärme geheizt und ELadestationen auf dem Betriebsgelände errichtet. Die GKB setzt auch auf Dachbegrünungen gegen Hitzeinsel-Effekte und für bessere Gebäudekühlung, die das Mikroklima verbessern und wertvollen Lebensraum für Insekten schaffen. Text: PA_GKB / Fotos: GKB_Schiffer Visualisierungen: BHM GmbH Visualisierung: Alle vier Neu- bzw. Zubauten am GKB-Gelände in Graz auf einen Blick Sophie Weinhandl führte d. d. Veranstaltung

7 Ausgabe 114- Juni 2026 | Die Verlängerung der GTW-Halle (li.) und als Herzstück der Anlage die neue E-Werkstätte (re.) Die Abstellhalle Nord-Ost beim Bahnhofsgebäude Neues Werkstättengebäude mit Büro- und Sozialräumen Viele Politiker:innen, Partner:innen, Freund:innen, Nachbar:innen u. Mitarbeiter:innen waren b. Festakt Verbund-GF P. Gspaltl und GKB-GF G. Klug (v. l.) J. Wallner, H. Gressenberger u. K. Schneider (v. l.) N. Wancura mit Referatsleiter DI B. Breid (r.) NAbg. K. Egger (r.) vertrat Fr. LH-Stv. Khom

8 | Ausgabe 114 - Juni 2026 Drehscheibe: Herr Bundesminister Hanke! Sie hatten bei Ihrem Betriebsbesuch anlässlich der Grundsteinlegung für die neuen Instandhaltungseinrichtungen die Gelegenheit unser Unternehmen, seine Leistungen und viele seiner Mitarbeiter:innen kennenzulernen – Wie ist Ihr persönlicher Eindruck von der GKB? BM Hanke: Bei meinem Besuch habe ich sehr schnell bemerkt, wie viel Knowhow, Erfahrung und auch Leidenschaft in diesem Unternehmen steckt. Ich hatte die Gelegenheit, mit mehreren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern direkt ins Gespräch zu kommen. Was mich dabei besonders gefreut hat, war der spürbare Stolz auf die eigene Arbeit und die hohe Identifikation mit dem Unternehmen und der Region. Drehscheibe: Der Start des elektrischen Betriebes auf der S-Bahn-Linie S6 im Sommer 2025 war ein historischer Schritt für das Unternehmen, nun stehen weitere an: Welche Zukunftspläne haben Sie als Eigentümervertreter für die GKB und welche konkreten Projekte wollen Sie in dieser Legislaturperiode auf den Weg bringen? Die Redaktion der GKB-Drehscheibe nutzte den Besuch von Bundesminister KR Peter Hanke für ein Interview. Wir sprachen mit unserem Eigentümervertreter und Mobilitätsminister über seinen persönlichen Eindruck von der GKB, den elektrischen Betrieb und seine Vorstellungen von der Zukunft des Unternehmens sowie die großen steirischen Mobilitätsprojekte Koralmbahn und Semmeringbasistunnel. BM Hanke: Der Start des elektrischen Betriebs auf der S6 im Sommer 2025 war ein historischer Meilenstein, und als Eigentümervertreter ist es mir ein zentrales Anliegen, diesen erfolgreichen Weg konsequent weiterzugehen. In dieser Legislaturperiode bringen wir mehrere große Projekte auf den Weg: die Beschaffung neuer Elektrotriebwagen, den Bau der neuen E-Werkstätte sowie weiterer Instandhaltungseinrichtungen, und darauf aufbauend spürbare Angebotsausweitungen für die Menschen in der Region. Gleichzeitig will ich die GKB als Wirtschaftsstandort stärken. Die erfolgreichen Joint Ventures mit LTE und ADT zeigen, dass die GKB weit mehr ist als ein regionales Bahnunternehmen, sie ist ein innovativer Player mit Zukunftspotenzial. Mein Ziel ist klar: Eine GKB, die kliINTERVIEW | Mobilitätsminister Peter Hanke „Die GKB ist mehr als ein Bahnunternehmen, sie ist ein innovativer Player mit Zukunftspotenzial!“

9 Ausgabe 114- Juni 2026 | Mobilitätsminister Peter Hanke | INTERVIEW Geboren am 28. März 1964 in Wien, absolvierte Peter Hanke nach der Matura an einem Realgymnasium bis 1992 ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien. Ab 1993 war Peter Hanke in verschiedenen Positionen Mitarbeiter der Wien Holding GmbH und Geschäftsführer mehrerer Unternehmen. Von 1996 bis 2002 war er Vorsitzender des Betriebsrates der Wien Holding GmbH. Schon 2001 erfolgte die Bestellung zum Prokuristen des Unternehmens. Ab 2002 war Peter Hanke schließlich Geschäftsführer der Wien Holding und damit auch für die Wiener Linien verantwortlich, bevor er 2018 als Stadtrat in die Politik wechselte. Zuletzt war Peter Hanke von 2020 bis 2025 amtsführender Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Wiener Stadtwerke. Im März 2025 ist er zum Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur bestellt worden. Peter Hanke wurde der Berufstitel Kommerzialrat und das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen. Der verheiratete Vater dreier Kinder geht privat gerne Skifahren, Wandern, Segeln und Laufen. mafreundliche, leistbare Mobilität für alle Menschen in der Steiermark bietet, gute Arbeitsplätze sichert und schafft, und die als starkes öffentliches Unternehmen beweist, dass Investitionen in den öffentlichen Verkehr Investitionen in eine gerechte und lebenswerte Zukunft sind. Drehscheibe: Unser Unternehmen ist mit seinem Angebotsmix aus S-Bahn, RegioBus und Mikro-ÖV schon jetzt der wichtigste regionale Zubringer zum internationalen Fernverkehr auf der Koralmbahn. Welche spezielle Rolle soll die GKB in der Zukunft der steirischen Mobilität spielen? BM Hanke: Gute öffentliche Mobilität entscheidet darüber, ob Menschen in ihrer Heimatregion bleiben können, statt aus Mangel an Anbindung abzuwandern. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass sich Betriebe ansiedeln, Arbeitsplätze entstehen und die Region wirtschaftlich mit den urbanen Zentren mithalten kann. Deshalb sehe ich die GKB künftig als das Rückgrat der regionalen Mobilität in der Steiermark. Als Unternehmen, das beweist, dass eine engagierte öffentliche Hand gemeinsam mit einem starken Landesbetrieb echten Mehrwert für die Menschen schafft. Drehscheibe: Die bevorstehende Fertigstellung des Semmering-Basistunnels ist für die Steiermark der nächste große Schritt in Richtung Mobilitätswende: Wohin bringen uns dieser und andere Meilensteine europäischer Verkehrspolitik? BM Hanke: Mit der Fertigstellung des Semmering-Basistunnels 2029 und der bereits im Betrieb befindlichen Koralmbahn verbindet Österreich seine Regionen neu. Gemeinsam entsteht eine starke Großregion Graz-Klagenfurt mit direkter Anbindung nach Oberitalien. Das schafft Wirtschaftsimpulse, Firmenansiedlungen und Arbeitsplätze in der Weststeiermark und in Ostkärnten und bringt den Menschen dort mehr Lebensqualität. Drehscheibe: Herr Bundesminister Hanke, danke für den Besuch und das Interview!

10 | Ausgabe 114 - Juni 2026 HISTORISCHE BETRACHTUNGEN | 50 Jahre Stollenschließung Bei der GKB denken wir in Deutschlandsberg an Bahn- und Busvekehr. Zu Beginn stand das „B“ jedoch für Bergbau: Aber vor über 50 Jahren wurde der letzte Stollen im Wies-Eibiswalder Revier geschlossen. Tatsächlich entstand die GKB im Jahr 1856 aus einer Vereinigung von BergbauUnternehmern aus dem Köflacher Revier. Ausgehend von der Weststeiermark und der damals errichteten Bahnlinie GrazKöflach ging man auch weiter in Richtung Süden: In den 1870ern wurde die Bahnlinie Lieboch-Wies gebaut, um auch im Wieser Revier (St. Ulrich, TombachPitschgauegg, Aug-Schönegg, PölfingBergla, Steyeregg, Kalkgrub-Limberg, Gaisseregg, Schwanberg) und im Eibiswalder Revier (Feisternitz, Eichberg-Aibl, Stammeregg-Bachholz, Hörmsdorf, Vordersdorf, Wernersdorf, Unterfresen) Kohle zu fördern. Von Eibiswald wurde das Material per Seilbahn nach Pölfing-Brunn befördert – ein Bahnhof wurde dort nie gebaut, u. a. weil 1906/07 die Sulmtalbahn nach Leibnitz gebaut wurde. 1967 war sie nicht mehr rentabel und wurde eingestellt. GKB-Bergbau vom 18. Jahrhundert bis heute Im Wies-Eibiswalder Revier war schon Ende des 18. Jahrhunderts die erste hochwertige Glanzkohle gefunden worden. Seine Glanzzeit erreichte der Kohlebergbau in den 1950ern: Von der GKB wurden über drei Millionen Tonnen Kohle gefördert, fast die Hälfte des österreichweiten Ertrags – man war der größte Kohleproduzent Österreichs. Es sollte nicht lange anhalten: Heizöl verdrängte die Kohle, auch die Vorräte in den Gruben gingen zu Ende. 1975 wurde in Bergla, dem modernsten Bergbau der GKB, die letzte Kohle im Revier gefördert. Hier war einst sogar ein Kraftwerk angedacht. Nach der Schließung errichtete man am Standort des einstigen Werks die Wolframhütte, die heute ein Weltmarktführer für diesen Rohstoff ist. In den 1990ern war der Untertage-Bergbau endgültig Geschichte, in Voitsberg-Köflach wurde noch bis 2004 obertägig abgebaut. Insgesamt wurden im Revier Wies-Eibiswald mehr als 16 Millionen Tonnen Kohle gewonnen, in Voitsberg-Köflach zehnmal so viel. Die Zeiten des Bergbaus sind in der Weststeiermark längst vorbei – Spuren sind teilweise noch zu erkennen, einstige Untertagebauten sind verfüllt. Bis heute kümmert sich die GKB-Bergbau GmbH um die Sicherung der ehemaligen Gruben. 50 Jahre ist es her, dass in Bergla die letzte Grube im Bezirk Deutschlandsberg geschlossen wurde. Als um die Jahrtausendwende auch der letzte Tagbau in Voitsberg zu Ende ging, wurde die GKB-Bergbau GmbH gegründet. Sie wurde von der Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH getrennt und gehört heute der Österreichischen Beteiligungs AG. „Wir sind mit notwendigen Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen bei Altbergbauen im gesamten Bundesgebiet beschäftigt“, erklärt Geschäftsführer DI Hanspeter Nußbacher ihre Aufgaben. Noch über 300 Öffnungen hinab in die Tiefe So betreut die GKB-Bergbau GmbH altbergbaulich und industriell beeinflusste Flächen von rund 170 km² in ganz Österreich – finanziert aus Eigenmitteln, nicht aus Steuern. Rund 20 km² bergbaulich beeinflusste Flächen verantwortet die Vom Kohleabbau zur Stollensicherung – Bergbau im Wies-Eibiswalder Revier Aus dem letzten Kohlebergbauwerk in Bergla wurde die heutige Wolfram-Hütte

11 Ausgabe 114- Juni 2026 | 50 Jahre Stollenschließung | HISTORISCHE BETRACHTUNGEN GKB-Bergbau GmbH heute im einstigen Revier: in Wies, Bad Schwanberg, St. Martin i. S., Pölfing-Brunn und Oberhaag, wo teilweise bis 1975 untertägig Kohle abgebaut wurde. Außerhalb der GKB gab es noch Kohlenbergbau in Eibiswald und Wernersdorf. Insgesamt gibt es im Revier noch 335 sogenannte Tagöffnungen – das ist der Sammelbegriff für Stollenmundlöcher, Schächte und Gesenke. Zeugen dieser Zeit sind heute noch zu erkennen: die Halde neben der Wolframhütte in St. Martin oder das einstige Werksdirektionsgebäude der Grube Kalkgrub, an der B76 zwischen Bad Schwanberg und Steyeregg. Erst vor zwei Jahren wurde die letzte Tagöffnung im Wieser Revier von der immer noch bestehenden Knappschaft Pölfing-Bergla zu einer Erinnerungsstätte umgestaltet. In Steyeregg gibt es das Erlebnis-Bergbaumuseum. Die GKB-Bergbau GmbH hat im Prinzip sämtliche Anlagen rückgebaut. „Die Tagöffnungen und untertägigen Strecken wurden dort, wo es notwendig war, verfüllt. Manche Schächte wurden auch mit massiven Stahlbetonplatten abgedeckt“, sagt GF Nußbacher. Geringes Risiko Wirken Stollen oder Schächte auf die Oberfläche ein, können sie Schäden verursachen. Das Risiko im Bezirk Deutschlandsberg sei aber inzwischen gering. „Das Hauptaufgabengebiet der GKB ist die Minimierung des Risikos aus dem Altbergbau“, so Nußbacher weiter. „Daher sind neuralgische Punkte im Bezirk, an denen wir erhöhtes Schadenspotential erkannt haben, bereits so gesichert, dass nur noch ein Restrisiko besteht, das systembedingt nicht quantifizierbar ist.“ Ein Beispiel dafür ist die Verhüllung des „Wettergesenkes“ unter der B76 in Limberg bei Wies. „Sollte irgendwo dennoch ein Bergschaden auftreten, ist die GKBBergbau GmbH umgehend zur Stelle, um die notwendigen Maßnahmen zu setzen.“ Standardisiertes Rezept für die Absicherung gibt es laut Nußbacher keines, was es aber immer braucht: „Die genaue Kenntnis des Bergbaukartenwerks.“ Die GKB-Bergbau GmbH hegt und pflegt ihr Bergbaukartenwerk – und digitalisiert es: „Man darf sich darunter nicht das Abstauben von Archivregalen vorstellen, sondern selbstentwickelte und maßgeschneiderten GIS-Anwendungen oder die schrittweise Automatisierung von Abfrageroutinen.“ Berücksichtigen müsse man auch, wie tief der ehemalige Bergbau unter der Oberfläche liegt: „Je tiefer er liegt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er Auswirkungen auf das obertägige Gelände haben wird“, prüfen Nußbacher und sein Team jeden Einzelfall genau. Je nach bergbaulicher Gegebenheit müssen bei der Errichtung von Bauten auch gewisse statische Rahmenbedingungen eingehalten werden. Text: Simon Michl_Nachdruck aus MeinBezirk Deutschlandsberg / Fotos: GKB-Bergbau GmbH & K. Sommer Das Werk in Bergla einige Jahre vor der Schließung Die schöne Erinnerungsstätte bei Pölfing-Brunn Historisches Bild eines untertägigen Grubenbaus

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14 | Ausgabe 114 - Juni 2026 PERSONAL | GKB beim Girls Day 2026 Girls Day: Noch mehr Frauenpower für die GKB Girls Day 2026: Die GKB begeistert junge Frauen gezielt für Berufschancen in der Mobilitätswelt. Der Mobilitätsbereich und insbesondere die GKB bieten Frauen mittlerweile viele Jobchancen und sehr interessante Ausbildungsmöglichkeiten. Leider trauen sich aber noch immer viele Mädchen nicht zu, einen Beruf im Bahn-, Bus- oder Logistikbereich zu ergreifen, obwohl sie das Talent und die Voraussetzungen mitbringen würden. Mit gezielten Aktivitäten, wie der Teilnahme am Girls Day 2026 möchte die Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH junge Frauen für Berufe im Mobilitätsbereich begeistern. Am diesjährigen Girls Day ermöglichte die GKB vielen Mädchen und jungen Frauen einen ersten Blick in die Mobilitäts- und Logistikwelt. Den Teilnehmerinnen wurde von der GKB mit einem umfangreichen Programm die Möglichkeit geboten, handwerklich-technische Tätigkeiten auszuprobieren und verschiedene Berufe der Mobilitätsbranche kennenzulernen. Girls Day 2026 mit tollem Programm Die Teilnehmerinnen besuchten den Hauptstandort der Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH und erhielten zuerst eine allgemeine Einführung in die Berufs- und Karrieremöglichkeiten im Mobilitäts- und Logistikbereich. Danach konnten die Mädchen und jungen Frauen in der Instandhaltungswerkstätte selbst Hand anlegen sowie verschiedene manuelle Tätigkeiten ausprobieren und sich dadurch einen Überblick über die technischen Ausbildungen bei der GKB verschaffen. Ein besonderes Highlight stellte später die Möglichkeit dar, unter Anleitung einer echten Lokführerin, einen Zug am Simulator des GKB-AusbildungszenGKB-Geschäftsführer Mag. Gerald Klug mit Teilnehmerinnen am GKB Girls Day 2026 in der Werkstätte in Graz trums zu fahren. Abschließend sprachen die Teilnehmerinnen mit einer Busfahrerin und einer Zugbegleiterin der GKB über deren Berufsalltag. Mit Gender Action Plan zum Erfolg GKB-Geschäftsführer Mag. Gerald Klug erklärt dazu: „Unser Unternehmen hat in einem eigenen Gender Action Plan die Vielfalt und die Gleichstellung sowie die Frauenförderung als nachhaltige Ziele definiert. Daher setzen wir diesbezüglich gezielte Maßnahmen und möchten insbesondere über Schwerpunktveranstaltungen, wie den Girls Day das Interesse von jungen Frauen an Berufen im Mobilitätsbereich wecken und fördern. Aber auch spezielle Praktika oder Präsentationen auf Berufsinformationsmessen sollen Jugendliche und hier wieder gezielt Mädchen für berufliche Tätigkeiten im Bahn-, Bus- oder Logistikbereich begeistern. Dieses Engagement macht die GKB zu einer noch attraktiveren Arbeitgeberin und hilft uns damit auch dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“ Text & Fotos: GKB_PA

15 Ausgabe 114- Juni 2026 | Gesundheitsförderung / Lehrlingsseminar | PERSONAL BGF-Brainfood-Workshop für richtige und leistungsfördernde Ernährung Am 27. April 2026 wurde ein Brainfood-Kochworkshop für eine leistungsfördernde Ernährung angeboten. Beim Koch-Workshop im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung mit dem Titel „Brainfood – durch richtige Ernährung geistig fit und leistungsfähig bleiben“ versuchten sich einige Kolleg:innen in der Zubereitung von Brainfood. Darunter verstehet man Nahrung, die das Gehirn zu geistigen Höchstleistungen bringt. Diese Nahrungsmittel Das Teamwork der GKB-Lehrlinge führte schließlich zum Erfolg Die Teilnehmer:innen fanden den Workshop sehr interessant Lehrlingsseminar stärkt Teamgeist Im April 2026 absolvierten die Lehrlinge der GKB ein Seminar zum Thema Persönlichkeitsentwicklung. Am 1. und 2. April 2026 fand, organisiert von der Lehrlingsbeauftragten Andrea Puntigam, wieder das alljährliche GKB-Lehrlingsseminar statt. Diesmal absolvierten die Lehrlinge unseres Unternehmens im BIT-Schulungscenter das „Modul 3 – Persönlichkeitsentwicklung“ des renommierten Seminaranbieters BIKOM. Trainer Martin Sandrieser erarbeitete mit den jungen Kolleginnen und Kollegen die Themen Konfliktfähigkeit und Teamfähigkeit. Teambuilding Dabei standen wertschätzende Kommunikation, Zielerreichungsstrategien als Team und Teambuilding, aber auch Konfliktlösung bzw. Konfliktmanagement u.a.m. auf dem Programm. Die zukünftigen GKB-Fachkräfte nahmen viel für ihren Arbeitsalltag im Unternehmen mit. Text: Red. / Foto: PE regen den Gehirnstoffwechsel und damit die Leistungsfähigkeit des Gehirns an, wodurch es zur Leistungssteigerung kommt. Der Workshop informierte über geeignete Lebensmittel und Kochpraktiken sowie den Einsatz im Arbeitsalltag. Gekocht wurden ein Aufstrich, eine Orangen-Linsen-Suppe, Müslibällchen u.a.m. Das Event durfte während der Dienstzeit besucht werden, wobei natürlich auch der Spaß nicht zu kurz kam. Text: Red. / Fotos: PE Hauptgericht mit Huhn Aufstrich und Müslibällchen

16 | Ausgabe 114 - Juni 2026 GANZ KURZE BERICHTE | Sammeltaxi flux wächst weiter Regionales Sammeltaxi etabliert sich als wichtiger Bestandteil der Mobilität im Steirischen Zentralraum. Seit zwei Jahren ist das regionale Sammeltaxi flux in 42 Gemeinden der Bezirke Graz, Graz-Umgebung und Voitsberg unterwegs. Als flexibles Mobilitätsangebot ergänzt es den öffentlichen Verkehr im Steirischen Zentralraum und bietet eine klimafreundliche Alternative zum eigenen Auto. Pünktlich zum zweiten Geburtstag gibt es gleich doppelt Grund zur Freude: Neben einer erfolgreichen Bilanz der ersten beiden Betriebsjahre konnte flux in der letzten Juniwoche auch den 100.000sten Fahrgast begrüßen. Regionalmobilität als echte Erfolgsgeschichte Das regionale Mobilitätsangebot hat sich in den vergangenen zwei Jahren als wichtiger Baustein der Mobilität etabliert und wird von immer mehr Menschen für ihre täglichen Wege genutzt. Die positive Entwicklung unterstreicht die Bedeutung bedarfsorientierter Mobilitätsangebote und bildet den Anlass für eine Bilanz der bisherigen Erfolgsgeschichte. „Als Region verfolgen wir das Ziel, den öffentlichen Verkehr sinnvoll zu ergänzen und Meilenstein der Regionalmobilität - Die ersten 100.000 Fahrgäste bei flux allen Menschen – unabhängig von ihrem Wohnort – eine flexible und umweltfreundliche Mobilität zu ermöglichen”, betont Bürgermeisterin Elke Kahr, Vorsitzende des Regionalverbandes Steirischer Zentralraum und Bürgermeisterin der Stadt Graz. Auftraggeberin des Sammeltaxis flux ist die Regionalmanagement Steirischer Zentralraum GmbH. Geschäftsführerin Kerstin Weber zieht eine positive Bilanz der ersten beiden Betriebsjahre: „Die kontinuierlich steigende Nachfrage zeigt, dass flux für viele Menschen zu einem festen Bestandteil ihrer Alltagsmobilität geworden ist. Gemeinsam mit unseren Gemeinden und Partner:innen haben wir ein Angebot geschaffen, das einen nachhaltigen Mehrwert für die Bevölkerung im Steirischen Zentralraum bietet.” Zwei Jahre flux in Zahlen Seit dem Start des neu konzipierten Mobilitätsangebots am 1. Juli 2024 wurden mehr als 75.500 Fahrten durchgeführt. Die flux-Fahrzeuge legten dabei über eine Million Kilometer zurück. Allein im zweiten Betriebsjahr nutzten knapp 57.000 Fahrgäste das Angebot und stellten rund 50.500 Fahrtanfragen – ein Plus von rund 40 Prozent gegenüber dem ersten Betriebsjahr. Durch die intelligente Bündelung mehrerer Buchungen konnten diese zu rund 45.300 Fahrten zusammengefasst werden. Mehr als 4.100 Personen sind bereits bei flux registriert. Eine Registrierung ist zwar nicht erforderlich, bringt jedoch Tarifvorteile – etwa den halben Fahrpreis für Besitzer:innen eines KlimaTickets. Mittlerweile entfallen rund 77 Prozent aller Fahrtanfragen auf registrierte Nutzer:innen. Text und Foto: PA_RM Steirischer Zentralraum Regionale Taxis werden von der GKB-Regionalmobilität an die Kund:innen vermittelt

17 Ausgabe 114- Juni 2026 | Kultur und Wandern mit Öffis | GANZ KURZE BERICHTE Buchtipp: Wandertouren mit Öffis Zwei Wandervereine zeigen, mit 75 Wanderungen durch die Steiermark, wie attraktiv nachhaltige Freizeitmobilität sein kann. Die 6. Ausgabe der Öffi-Tourenbuchreihe führt erstmals in die Steiermark und wurde von Bahn zum Berg und Protect Our Winters Austria mit Unterstützung des Verkehrsverbundes Steiermark realisiert. Die abwechslungsreichen Tages- und Mehrtagestouren bieten Inspiration für Wanderbegeisterte. Ein besonderer Fokus liegt auf Überschreitungen, die neue Perspektiven eröffnen und die Vorteile der An- und Abreise mit Öffis verdeutlichen. Das gedruckte Buch mit digitalem Angebot macht den Tourenführer benutzerfreundlich: So enthält jede Tour einen QR-Code. Der führt direkt zum Tourenportal von Bahn zum Berg, wo man Beschreibungen, Fahrplanvorschläge, Fotos sowie GPXTracks findet. Das Layout und Kartenausschnitte sorgen für Übersicht bzw. Qualität. Das neue Tourenbuch ist mit der ISBN 978-3-99154-336-7 im Buchhandel und in OnlineShops erhältlich. Text & Foto: Buchbesprechung MORAWA 75 Wanderungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen Gletscher und Klapotetz öffi STEIERMARK TOUREN Mit QR-Codes zum aktuellen Fahrplan Das SCHILLERN-Team gestaltete ein vielfältiges Kulturprogramm SCHILLERN – die Kultur.Landpartie Von 13. bis 31. Mai 2026 fand in der Weststeiermark wieder das Kulturfestival SCHILLERN statt. 14 Kulturinstitutionen aus 9 Gemeinden des Schilcherlandes präsentieren an 19 Tagen in 19 Projekten ein vielfältiges Kulturprogramm. Die Kunst. Kultur.Tage SCHILLERN bündeln die Aktivitäten zahlreicher Kulturinitiativen der Südweststeiermark zu einem Festivalformat. Im Zentrum steht die gelebte kulturelle Praxis der Region: Die Veranstaltungen verteilten sich auch heuer über mehrere Orte – von Eibiswald, über St. Ulrich im Greith über Bad Schwanberg oder Stainz bis nach Trahütten u.v.a.m. Daraus entsteht ein Gefüge, das die regionale Struktur widerspiegelt. Die Wege zwischen den Orten – die man mit der GKB zurücklegen kann – sind Teil des Konzepts: Sie verbinden Initiativen, schaffen Übergänge und machen die kulturelle Dichte der Region erfahrbar. Das Festival als Kultur- und Entwicklungsplattform Die Initiative SCHILLERN ist mittlerweile 5 Jahre alt und ein zentraler Bestandteil des kulturellen Lebens in der Südweststeiermark. Mit 16 Einrichtungen, rund 530 Veranstaltungen pro Jahr und etwa 50.000 Besucher:innen zeigt sie eindrucksvoll, welche verbindende Kraft Kultur für die Region entfalten kann und so einen Beitrag zu Bildung, Entwicklung, Wirtschaft und Tourismus leistet. SCHILLERN versteht sich dabei nicht nur als kulturelles Netzwerk, sondern auch als Lern- und Entwicklungsplattform. Die interdisziplinäre Basis bildet das Fundament des Netzwerkes, dass für den Erfolg des Festivals SCHILLERN verantwortlich ist. Text und Foto: PA_SCHILLERN

18 | Ausgabe 114 - Juni 2026 GANZ KURZE BERICHTE | Region und Menschen Versorgungsregiment trifft GKB - VR1-Offizierskorps auf Betriebsbesuch Am 14. April 2026 besuchten das Offizierskorps des VR1 und der Redakteur des VR1-Kurier OStv. Georg Winkler die GKB zur lange geplanten Betriebsbesichtigung. Nach dem Eintreffen der Gäste begrüßte Geschäftsführer Mag. Gerald Klug die Besucher:innengruppe unseres Partnerregiments aus Gratkorn, unter Führung von Frau Kommandantin Oberst Mag. Jasmine Krutzler, herzlich bei der GKB. Im Anschluss präsentierte der Partnerschaftsbeauftragte Mag. Ernst Suppan bei Brötchen und Kaffee das Unternehmen und seine Geschichte. Vor der eigentlichen Besichtigung gab es eine Sicherheitsunterweisung für die Gäste und auch Warnwesten wurden ausgegeben. Interessierte Gäste Rene Worisek führt die Gruppe danach durch die Schweißerei, die Tischlerei sowie die Instandhaltungswerkstätte inklusive der GTW-Halle und beantwortete die zahlreich gestellten Fragen der Logistikfachleute. Anschließend folgte ein Besuch im Ausbildungszentrum, wo die Gäste unter Anleitung von Milizsoldat und AZ-Leiter Herbert Ehmann die Gelegenheit bekamen einen Zug am Führerstandsimulator zu fahren. Auf dem RückGeschäftsführer Mag. Gerald Klug u. AL Mag. Ernst Suppan empfingen Kommandantin Oberst Mag. Jasmin Krutzler u. die Offiziere d. VR1 weg zum Geschäftsführungsgebäude machte die Gruppe noch einen kurzen Besichtigungsstopp bei der historischen GKB-Dampflok 29.671, welche die Gäste vom VR1 nachhaltig beeindruckte. Text: ES / Fotos: GKB_Motschnik & ES Kommandantin Krutzler als "Lokführerin"

19 Ausgabe 114- Juni 2026 | Region und Menschen | GANZ KURZE BERICHTE Das Versorgungsregiment 1 lud am 28. April 2026 zum Partnerschaftsschießen mit der Energie Steiermark AG und der GKB. Kommandantin Oberst Mag. Jasmine Krutzler konnte die Führungskräfte und Mitarbeiter:innen der beiden Partnerunternehmen am Grazer Schießplatz Feliferhof bei herrlichem Frühsommerwetter begrüßen. Die GKB war durch den Partnerschaftsbeauftragten Mag. Ernst Suppan sowie eine größere Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vertreten und erzielte schöne Ergebnisse. Spaß und Wettbewerb Neben den Schießbewerben mit dem Sturmgewehr 77 und der Pistole 80, VR1-Partnerschaftsschießen 2026 Die GKB-Gruppe erzielte beim heurigen Partnerschaftsschießen gute Ergebnisse gab es ein Rahmenprogramm mit Bogenschießen, Ballsport- und Geschicklichkeitsbewerben. Die Stimmung unter den vielen Teilnehmer:innen und den Soldat:innen war großartig. Nach erstklassiger Bewirtung mit Bratwurst und Gulaschsuppe klang das Event mit der Sieger:innenehrung aus. Auf die Gewinner:innen warteten Preise und kunstvolle Medaillen. Der Partnerschaftsbeauftragte dankte dem Versorgungsregiment 1 für die Einladung sowie die Unterstützung durch die gelebte Partnerschaft. Text: Red. / Foto: ES LTE-group: Gold im Beachvolleyball Die Frauentaler Beachvolleyballerinnen holten d. 1. Platz in Kärnten Im Mai 2026 errangen die Klinger-Schwestern Gold beim hitschies Masters in Pörtschach am Wörtersee. Die erfolgreichen weststeirischen Beachvolleyball-Spieler:innen Dorina und Ronja Klinger werden von der LTEgroup gesponsert und eilen von Erfolg zu Erfolg. Weltweit aktiv, trainieren die beiden Frauentalerinnen zumeist in Brasilien und gehören als österreichische Staatsmeisterinnen mit zur Weltspitze im Beachvolleyball. Gold in Kärnten Umso mehr sind sie begeistert, wenn sie, ein internationales Turnier in Österreich bestreiten können. Die Beachvolleyballerinnen holten sich in Pörtschach die Goldmedaille. Im Finale setzten sich die Weststeirerinnen im dritten Satz mit 16:14 gegen das Duo Hohenauer/Berger durch. Die LTE-group und die GKB gratulieren zum Erfolg. Text: Red. / Fotos: Klinger

20 | Ausgabe 114 - Juni 2026 Im Takt des Mekong – Eine Reise durch den ursprünglichen Süden von Laos Die Reise durch ein stilles Land: In Teil 2 des Reiseberichtes geht es in den ursprünglichen Süden von Laos. Der Süden von Laos beginnt für mich mit einer schlaflosen Nacht im Nachtbus. Schon der Busbahnhof der Hauptstadt Vientiane wirkt wie eine kleine Welt für sich. Zwischen blinkenden Lichtern, hupenden Fahrzeugen und Reisenden, die scheinbar planlos durcheinanderlaufen, herrscht ein Chaos, das gut funktioniert. Mein Bus ist schnell gefunden – doch beim Einsteigen beginnt das Abenteuer. Obwohl jeder Fahrgast einen festen Schlafplatz besitzt, wird munter getauscht, diskutiert und neu verteilt. Bereits bei der Buchung hatte ich einen Tipp beherzigt: Wer größer als 1,60 Meter ist, sollte sich besser zwei Liegeplätze gönnen. Mit zwei Plätzen kann ich mich zumindest querlegen, während um mich herum Handys bis tief in die Nacht laotische Videos abspielen und der Bus unermüdlich Richtung Süden rollt. Ankunft in Pakse bei Sonnenaufgang Als die ersten Sonnenstrahlen den Mekong erreichen, komme ich in Pakse an – dem Tor zum Süden von Laos. Viele Reisende schwingen sich hier auf Roller. Ein Blick auf Schlaglöcher und ausgewa-

21 Ausgabe 114- Juni 2026 | Laos - Reise durch ein stilles Land (2) | REISEN Tee in Champasak mit Mekong-Blick schene Straßen genügt mir, um mich für geführte Touren zu entscheiden. Rund um Pakse wechseln sich Tempel, kleine Dörfer und üppige Vegetation ab. Auch die Ho Tay Pidok Library ist einen Halt wert. In dem schlichten Holzgebäude auf Stelzen wurden über Jahrhunderte wertvolle Palmblattmanuskripte aufbewahrt – ein Zeugnis der Kultur dieses Landes. Die eindrücklichsten Erlebnisse warten jedoch dort, wo keine Sehenswürdigkeit ausgeschildert ist. Ich verbringe eine Nacht in einem kleinen Dorf, das selten Besuch von Reisenden erhält. Die Häuser sind einfach, das Leben folgt dem Rhythmus der Natur. Am Abend versammelt sich die ganze Familie auf dem Boden zum Essen. Mit Gesten, Lachen und einigen englischen Wörtern entstehen Gespräche, für die es keine gemeinsame Sprache braucht. Als ich einen traditionellen Sinh anziehe und zu laotischer Musik mittanze, bin ich endgültig Teil des Abends. Diese Begegnung und die Gespräche beschäftigen mich lange. Wieder in Pakse wird mir klar, dass Laos mich nicht mit Sehenswürdigkeiten beeindruckt, sondern mit seinen Menschen. Mekong und Kolonialgeschichte Nächster Halt Champasak: Mit einer kleinen Fähre setze ich über den Mekong in die Provinzstadt über. Kolonialhäuser, schattige Alleen und die ruhige Uferpromenade verleihen dem Ort einen besonderen Charme. Die meisten Besucher:innen kommen wegen Vat Phou. Die Tempelanlage zählt zu den ältesten religiösen Stätten Südostasiens und ist UNESCO-Weltkulturerbe. Schon der Weg hinauf führt vorbei an jahrhundertealten Mauern, bevor sich oben der Blick weit über die Ebene des Mekong öffnet. Noch eindrucksvoller ist die Atmosphäre: Zwischen Räucherstäbchen, Blumenopfern und Gebeten wird deutlich, dass Vat Phou ein Wallfahrtsort geblieben ist. Nach Nakasang zu den 4.000 Islands Je weiter ich nach Süden reise, desto heißer wird es – und desto weniger Tourist:innen begegnen mir. Mit einem Kleinbus fahre ich nach Nakasang, dem Ausgangspunkt für die berühmten 4.000 Islands, von den Einheimischen Si Phan Don genannt. Hier verzweigt sich der Mekong auf einer Breite von bis zu 14 Kilometern in unzählige Flussarme. Während der Trockenzeit ragen Hunderte Inseln und Sandbänke aus dem Wasser und bilden eine außergewöhnliche Flusslandschaft. In Nakasang befindet sich der letzte Bankomat. Danach heißt es: Bargeld einstecken und zurückschalten. Auf der Insel Don Khon scheint die Zeit langsamer zu vergehen. Für 20 Cent leihe ich mir ein Fahrrad und erkunde die Insel. Autos gibt es nicht. Wasserbüffel, Fischerboote und das Leben am Mekong bestimmen den Alltag. Ich entdecke viele Badestellen am Fluss. Erst an den gewaltigen Khone-Wasserfällen zeigt der Mekong seine Kraft und macht deutlich, warum hier jede Schifffahrt endete. Lebhafter geht es auf der Nachbarinsel Don Det zu. Backpacker:innen sitzen in Bars, Kajaks gleiten über den Fluss und zum Sonnenuntergang füllen sich die HänBeeindruckendes Südlaos - Blick auf die 4.000 Islands bei Sonnenuntergang Ein Sandstrand am Mekong Tad Yuang-Wasserfall in der Provinz Champasak

22 | Ausgabe 114 - Juni 2026 REISEN | Laos - Reise durch ein stilles Land (2) Unschiffbare Wasserfälle und Stromschnellen machten den Bau der Bahn notwendig gematten der Bars. Aber die wenigsten Besucher:innen ahnen, dass sich hier ein außergewöhnlichstes Kapitel asiatischer Eisenbahngeschichte abgespielt hat. Eine Eisenbahn für Dampfschiffe Ende des 19. Jahrhunderts wollten die Kolonialherren den Mekong nämlich zur durchgehenden Handelsroute nach China ausbauen. Doch die Khone-Wasserfälle machten dieses Vorhaben zunichte. Über mehrere Kilometer zwängt sich der Fluss durch Felsen und Stromschnellen – für Schiffe unpassierbar. Die Lösung war ebenso ungewöhnlich wie genial: Auf den Inseln Don Det und Don Khon entstand eine rund 7 Kilometer lange Schmalspurbahn. Boote, Waren und sogar komplette Dampfschiffe wurden aus dem Wasser gehoben, auf speziell konstruierte Eisenbahnwagen verladen und über Land an den Wasserfällen vorbeitransportiert. Erst auf der anderen Seite kamen sie wieder ins Wasser und setzten ihre Reise auf dem Mekong fort. Damals war die Kombination aus Schifffahrt und Eisenbahn eine große Ingenieurleistung. Der Traum einer Wasserstraße nach China erfüllte sich nie, doch die Inselbahn schrieb Eisenbahngeschichte. Bis zur Eröffnung der Laos-China-Eisenbahn blieb sie die einzige Eisenbahnstrecke des Landes. Noch heute lassen sich Spuren entdecken. Am südlichen Ende von Don Khon erinnert eine alte Dampflokomotive an die Kolonialzeit. Im Norden der Insel stehen Verlauf der historischen Strecke lt. wikipedia Relikte der Strecke, darunter Schienen und eine zweite Lok. Am eindrucksvollsten ist aber die ehemalige Eisenbahnbrücke zwischen Don Khon und Don Det. Wo einst Züge rollten, spazieren nun Einheimische und Reisende. Gegen Abend wird sie zum Aussichtspunkt. Während die Sonne im Mekong versinkt und den Himmel in Orange- und Rottöne taucht, fällt es leicht zu verstehen, warum der Süden von Laos seine Besucher:innen so in den Bann zieht. Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die Ruhe am Mekong – und die Geschichte einer kleinen Inselbahn, die in einer abgelegenen Flusslandschaft ein einzigartiges Kapitel der Eisenbahngeschichte schrieb. Text und Fotos: Reisekorrespondentin Katharina Jeller Solche Schmalspurdampflokomotiven transportierten ganz Schiffe über die beiden Inseln

23 Ausgabe 114- Juni 2026 | Viele Nostalgieangebote Anfang Mai - Saisonstart im Eisenbahnmuseum Zum ersten Maiwochenende wurde den Bahnnostalgiefans in der Südweststeiermark so einiges geboten. Am 1. Mai 2026 gab es wieder den traditionellen Saisonauftakt im Technischen Eisenbahnmuseum in Lieboch, der auch heuer wieder ein voller Erfolg war. Bei freiem Eintritt besuchte am ersten Tag der Saison nicht ganz 200 Besucher:innen das Museum und die Modellbahnausstellung. Natürlich wurde von den Steirischen Eisenbahnfreunden auch für das leibliche Wohl gesorgt. Es gab hausgemachten Kuchen von Kassiererin Manuela Luck und auch gegrillt wurde wieder. Laut den Aussteller:innen war die Tauschbörse noch nie so gut besucht, was eindeutig für die gute Organisation und den neuen Geist der Zusammenarbeit im Verein spricht. Selbstverständlich wurde die Veranstaltung durch Shuttle-Sonderfahrten mit dem „Roten Blitz“ zwischen Graz und Lieboch abgerundet, die ebenfalls sehr gut angenommen wurden und sich immer großer Beliebtheit erfreuen. Die Steirischen Eisenbahnfreunde haben das TEML bis 26. Oktober 2026 geöffnet und freuen sich auf viele Besucher:innen. StEF-Termine Juni - Dezember 2026 StEF-Clubabende: Termine auf Anfrage! 26. Oktober 2026 Saisonschluss im Eisenbahnmuseum: Mit Modellbahntauschbörse, Bewirtung und Shuttle-Sonderfahrten! (geplant) Öffnungszeiten Eisenbahnmuseum: 1. Mai 2026 - 26. Oktober 2026 MI, FR, SA und SO jeweils 10:30 Uhr - 16:30 Uhr! An allen Feiertagen der Saison geöffnet! Infos & Anmeldungen: www.stef.at bzw. info@stef.at Stainzer Flascherlzug und Modellbahn Am 2. Mai blieb das Museum dann geschlossen, weil an diesem Tag gleich zwei weitere Nostalgieprogrammpunkte anstanden. Denn einerseits fuhr der auf neue organisatorische Räder gestellte Flascherlzug zum ersten Mal, wozu sich neben vielen anderen Fahrgästen sogar Landeshauptmann Mario Kunasek einfand. Und in Gleinstätten konnte man die erweiterte Modellbahnanlage der Freunde der Sulmtalbahn erleben, was ebenfalls viele Schaulustige anzog. Auch hier stand der Flascherlzug im Mittelpunkt, wurde er doch im Maßstab 1:87 nachgebaut. Neue Kooperation Um die Besucher:innenzahlen zu steigern ist eine Zusammenarbeit verschiedener Vereine zur besseren Vermarktung der einzelnen Angebote im Entstehen: Gemeinsam mit dem Flascherlzug, der Modellbahn Deutschlandsberg, den Freunden der Sulmtalbahn und einem Tourismusverband wollen die Eisenbahnfreunde ein Gesamtangebot der Vereine für Bahninteressierte mitentwickeln. Mehr dazu in der Septemberausgabe. Text: Red. / Fotos: StEF & FdSTB Viele Mitglieder der StEF waren beim Betriebsstart des Flascherlzuges am 2. Mai mit dabei TEML: Volles Haus bei der Saisoneröffnung Modellanlage der Freunde der Sulmtalbahn

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