Drehscheibe Nr. 114 Juni 2026

6 | Ausgabe 114 - Juni 2026 BAHNZUKUNFT | GKB legt Grundstein für Innovation im Bahnbetrieb zentrale Frage sozialer Gerechtigkeit. Sie verbindet Regionen, schafft Chancen für alle Menschen unabhängig vom eigenen Auto und stärkt den ländlichen Raum. Diese Investitionen sichern nicht nur bestehende Arbeitsplätze in der Steiermark, sie schaffen auch neue – ein gutes Beispiel dafür, wie öffentliche Investitionen regionale Wertschöpfung, Mobilität für alle und Klimaschutz miteinander verbinden.“ Außerdem sind die Zukunftspläne der GKB mit dem Land Steiermark und dem steirischen Verkehrsverbund abgestimmt: „Als Verkehrslandesrätin freut es mich besonders, dass die GKB mit der Errichtung dieser Werkstätten- und Instandhaltungsanlagen nun den nächsten Schritt in eine erfolgreiche Zukunft setzt. Denn nur mit modernen Infrastrukturanlagen und Schienenfahrzeugen bleibt die GKB als wichtiger steirischer Mobilitätsanbieter zukunftsfit und ist gerüstet für die künftig vom Verkehrsressort des Landes geplanten Angebotsausweitungen bei der S-Bahn Steiermark,“ erklärt Dr. Claudia Holzer als Ressortzuständige die Zielvorstellungen der Landes. Moderne Werkstätten für den E-Betrieb Mit der Grundsteinlegung und dem Baustart beginnt mit Sommer 2026 die Umsetzungsphase für mehrere zukunftsweisende Großprojekte der GKB. Insgesamt werden auf 16.100 Quadratmetern Fläche vier Neu- und Umbauten errichtet sowie Werkstattgleisanlagen saniert und erweitert. Dabei werden rund 14.300 Tonnen Beton und 670 Tonnen Stahl verbaut. Schon Mitte 2027 sollen die ersten neuen Anlagen in Betrieb gehen, die Vollinbetriebnahme soll im Herbst 2029 erfolgen. In der ersten Ausbaustufe errichtet die GKB Abstell- und Werkstättengebäuden: So entsteht vor dem Bahnhofsgebäude in der Köflacher Gasse eine neue zweigleisige Abstellhalle mit Gleisanschluss zum ÖBB-Netz. Diese Abstellhalle Nord-Ost wird 74 Meter lang und mit Inspektions- bzw. Arbeitsgruben, einem mobilen Dacharbeitsstand sowie einer 10-Tonnen-Hallenkrananlage ausgestattet sein. Gleichzeitig erfolgt die vollständige Adaptierung und Erweiterung eines Werkstättengebäudes. Dort entstehen neue Büros sowie moderne Sanitär- und Sozialräume. In der zweiten Ausbaustufe folgt schließlich von 2027 bis 2029 die Errichtung der neuen E-Werkstätte und die Erweiterung der GTW-Halle. Dafür wird die bestehende Halle in der die Dieselgelenktriebwagen gewartet werden durch einen Zubau zu einer 125 Meter langen Reparaturhalle verlängert. Gleichzeitig errichtet die GKB direkt daneben eine ebenso lange neue Werkstättenhalle für die Instandhaltung von Elektrofahrzeugen. Die zweigleisige E-Werkstätte ist das zentrale Herzstück der neuen Instandhaltungsanlagen, sie wird über Oberleitungsanlagen sowie ebenfalls einen Gleisanschluss verfügen. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz Selbstverständlich erfolgt die Errichtung dieser zukunftsorientierten Projekte in nachhaltiger Bauweise und unter den Gesichtspunkten der Ökologie und der Energieeffizienz. Außerdem werden zur Stromgewinnung Photovoltaikanlagen auf den Dächern installiert, die Werkstätten künftig mit Fernwärme geheizt und ELadestationen auf dem Betriebsgelände errichtet. Die GKB setzt auch auf Dachbegrünungen gegen Hitzeinsel-Effekte und für bessere Gebäudekühlung, die das Mikroklima verbessern und wertvollen Lebensraum für Insekten schaffen. Text: PA_GKB / Fotos: GKB_Schiffer Visualisierungen: BHM GmbH Visualisierung: Alle vier Neu- bzw. Zubauten am GKB-Gelände in Graz auf einen Blick Sophie Weinhandl führte d. d. Veranstaltung

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