9 Ausgabe 114- Juni 2026 | Mobilitätsminister Peter Hanke | INTERVIEW Geboren am 28. März 1964 in Wien, absolvierte Peter Hanke nach der Matura an einem Realgymnasium bis 1992 ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien. Ab 1993 war Peter Hanke in verschiedenen Positionen Mitarbeiter der Wien Holding GmbH und Geschäftsführer mehrerer Unternehmen. Von 1996 bis 2002 war er Vorsitzender des Betriebsrates der Wien Holding GmbH. Schon 2001 erfolgte die Bestellung zum Prokuristen des Unternehmens. Ab 2002 war Peter Hanke schließlich Geschäftsführer der Wien Holding und damit auch für die Wiener Linien verantwortlich, bevor er 2018 als Stadtrat in die Politik wechselte. Zuletzt war Peter Hanke von 2020 bis 2025 amtsführender Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Wiener Stadtwerke. Im März 2025 ist er zum Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur bestellt worden. Peter Hanke wurde der Berufstitel Kommerzialrat und das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen. Der verheiratete Vater dreier Kinder geht privat gerne Skifahren, Wandern, Segeln und Laufen. mafreundliche, leistbare Mobilität für alle Menschen in der Steiermark bietet, gute Arbeitsplätze sichert und schafft, und die als starkes öffentliches Unternehmen beweist, dass Investitionen in den öffentlichen Verkehr Investitionen in eine gerechte und lebenswerte Zukunft sind. Drehscheibe: Unser Unternehmen ist mit seinem Angebotsmix aus S-Bahn, RegioBus und Mikro-ÖV schon jetzt der wichtigste regionale Zubringer zum internationalen Fernverkehr auf der Koralmbahn. Welche spezielle Rolle soll die GKB in der Zukunft der steirischen Mobilität spielen? BM Hanke: Gute öffentliche Mobilität entscheidet darüber, ob Menschen in ihrer Heimatregion bleiben können, statt aus Mangel an Anbindung abzuwandern. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass sich Betriebe ansiedeln, Arbeitsplätze entstehen und die Region wirtschaftlich mit den urbanen Zentren mithalten kann. Deshalb sehe ich die GKB künftig als das Rückgrat der regionalen Mobilität in der Steiermark. Als Unternehmen, das beweist, dass eine engagierte öffentliche Hand gemeinsam mit einem starken Landesbetrieb echten Mehrwert für die Menschen schafft. Drehscheibe: Die bevorstehende Fertigstellung des Semmering-Basistunnels ist für die Steiermark der nächste große Schritt in Richtung Mobilitätswende: Wohin bringen uns dieser und andere Meilensteine europäischer Verkehrspolitik? BM Hanke: Mit der Fertigstellung des Semmering-Basistunnels 2029 und der bereits im Betrieb befindlichen Koralmbahn verbindet Österreich seine Regionen neu. Gemeinsam entsteht eine starke Großregion Graz-Klagenfurt mit direkter Anbindung nach Oberitalien. Das schafft Wirtschaftsimpulse, Firmenansiedlungen und Arbeitsplätze in der Weststeiermark und in Ostkärnten und bringt den Menschen dort mehr Lebensqualität. Drehscheibe: Herr Bundesminister Hanke, danke für den Besuch und das Interview!
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