Drehscheibe Nr. 115 September 2026

Ausgabe 115 | September 2026 Magazin der Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH Regionalmobilität: GKB bedient die letzte Meile SAM Oststeiermark fährt weiter / flux - Das Sammeltaxi für den Zentralraum

2 | Ausgabe 115 - September 2026 Inhalt / Editorial / Impressum 2 Geschäftsführung 3 Mikro-ÖV: SAM fährt weiter - GKB schließt Mobilitätslücke in der Oststeiermark 4 flux - Das Sammeltaxi für den Steirischen Zentralraum 6 Interview mit Geschäftsführer DI Dr. Peter Gspaltl vom steirischen Verkehrsverbund 8 Historische Betrachtungen: Die Bahn im modernen Krieg 10 Mittelposter: RegioBus am Bf. West- steiermark im herbstlichen Frühnebel 12 Personal 14 Ganz Kurze Berichte 16 Reisereportage: Unterwegs in Cornwall - Der wilde Südwesten Englands 20 Technisches Eisenbahnmuseum & Steirische Eisenbahnfreunde 23 Promotion 24 Die Drehscheibe ist das PR- und Kund:innenmagazin der GKB. Sie ist eine regelmäßig erscheinende Informationsschrift. Das GKB-Intern ist eine Beilage für Mitarbeiter:innen. Ein Archiv aller erschienenen Ausgaben findet sich unter: www.gkb.at Medieninhaber: Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH (GKB) Herausgeber: Mag. Ernst Suppan Redaktion / Layout: Mag. Ernst Suppan Jasmin Motschnik Anschrift: Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH Direktion / Stabsstelle G-PR Köflacher Gasse 35 – 41, 8020 Graz 0316 / 5987 – 0 drehscheibe@gkb.at Druck: Koralpendruckerei Ges.m.b.H. 8530 Deutschlandsberg Auflage: 4000 Stück im 2. Quartal 2026 Fotos: Cover: SAM Oststeiermark (Grafik) Poster: GKB_Ferk Ansonsten: GKB-Archiv, K. Ferk, J. Motschnik oder E. Suppan bzw. lt. jeweiliger Textanmerkung; Inhalt Impressum Editorial Diese Ausgabe der Drehscheibe beschäftigt sich mit Mikro-ÖV und Regionalmobilität. Die Geschäftsführung berichtet über das Geschäftsfeld Regionalmobilität, die Baufortschritte der Werkstättenprojekte und künftige Herausforderungen. Der Leitartikel widmet sich dem Fortbestand des Mikro-ÖV-Systems SAM Oststeiermark. Danach berichten wir über die Entwicklungen beim Regionalmobilitätprojekt flux. Und mit Geschäftsführer Dipl.-Ing. Dr. Peter Gspaltl vom steirischen Verkehrsverbund führten wir ein Interview zum Thema öffentliche Mobilität in der Region. Der historische Beitrag setzt sich mit dem Thema Bahn im Krieg auseinander. Im Personalteil stellen wir neue Führungskräfte, unsere Ferialpraktikant:innen und BGF-Maßnahmen vor. In der Rubrik „News and Facts“ geht es um den aktuellen VCÖBahntest, die neue Informationsfunktion GKB-INFO, ein neues Öffi-Wanderbuch u.a.m. Der Reisebericht führt uns diesmal nach Cornwall im wilden Südwesten von England. Und die Steirischen Eisenbahnfreunde bewerben ihre großartigen Nostalgie- und Modellbahnangebote im Herbst und in der Adventzeit. von Mag. Ernst Suppan Chefredakteur INHALT | EDITORIAL | IMPRESSUM

3 Ausgabe 115 - September 2026 | Die GKB entwickelt das Geschäftsfeld Regionalmobilität, die Werkstättenprojekte machen gute Fortschritte und die Planungen für den Schienenersatzverkehr im Jahr 2027 laufen. Bereits seit 2022 fährt das Anruf-Sammeltaxi SAM im Auftrag der Regionalentwicklung Oststeiermark in Weiz, HartbergFürstenfeld und auch einer Gemeinde in Bruck-Mürzzuschlag. Nun wurde die GKB mit der Weiterführung beauftragt. Regionalmobilität als Zukunftsprojekt Die erfolgreiche Regionalmobilitätssparte unseres Unternehmens betreut neben SAM Oststeiermark, auch flux – Das stetig wachsende Sammeltaxi für den Steirischen Zentralraum. Die GKB betreibt dafür eine Mobilitätszentrale und kümmert sich um die Disposition der Fahrten von regionalen Taxi-Unternehmen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Bündelung von Taxi-Fahrten, wodurch ein umwelt- und ressourcenschonendes Mikro-ÖV-System möglich wird. Der Mikro-ÖV dient als Zu- und Abbringer für die erste und letzte Meile, also z. B. den Weg zur Bahn oder von der Bushaltestelle nach Hause. Mikro-ÖV bietet Mobilitätslösung, wo keine ausreichende Bus- oder Bahnanbindung angeboten werden kann. Dadurch entsteht eine echte Win-win-Situation für die Menschen in der Region, den Auftraggeber und die Mobilitätsdienstleister. Die GKB-Regionalmobilitätssparte deckt einen kleinteiligen und lokalen Mobilitätsbedarf, der von Einheimischen und Tourist:innen gerne genutzt wird. Die GKB setzt bewusst auf das Zukunftsprojekt Regionalmobilität und möchte dieses Geschäftsfeld weiter ausbauen. von Mag. Gerald Klug Geschäftsführer der Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH Regionalmobilität als Zukunftsprojekt | GESCHÄFTSFÜHRUNG Regionalmobilität als Zukunftsprojekt - GKB bedient die letzte Meile Werkstättenprojekte sind voll im Plan Am 14. Juli 2026 legten wir den Grundstein für ein neues Kapitel der Unternehmensgeschichte: Die GKB begann mit der Errichtung von neuen Werkstätten- und Instandhaltungsanlagen in Graz. Dabei handelt es sich um einen echten Meilenstein in der Entwicklung der GKB. Denn mit den neuen Werkstättenanlagen schaffen wir die Grundlage für den flächendeckenden elektrischen Bahnbetrieb. Die neue Infrastruktur dient künftig einerseits der Wartung von eigenen Fahrzeugen, hat aber auch Kapazitäten um andere Geschäftsfelder weiterzuentwickeln. Nun ist die erste Bauphase voll angelaufen, die ersten beiden Projekte machen gute Fortschritte und der vorgesehene Zeit- bzw. Kostenrahmen wird eingehalten. Ersatzverkehr im Jahr 2027 Auch die Elektrifizierungs- und Bahnbauarbeiten für die S-Bahn-Linie S7 schreiten zügig voran. Daher wird 2027 die Strecke zwischen Lieboch und Köflach erneut gesperrt. Weshalb die GKB von 7. Jänner bis 19. September nächsten Jahres wieder einen Schienenersatzverkehr (SEV) auf diesem Streckenabschnitt einrichten muss. Außerdem sind auch Fahrplananpassungen bei den RegioBus-Anschlussverbindungen in der Region nötig. Der Verkehrsverbund und die GKB arbeiten bereits an Anpassungen und Verbesserungen des SEV-Mobilitätskonzeptes, auf Basis der diesjährigen Erfahrungen. Die Ersatzfahrpläne werden vom Verkehrsverbund veröffentlicht und in die Fahrgastinformationssysteme eingepflegt.

4 | Ausgabe 115 - September 2026 Der Fortbestand des sehr erfolgreichen Mikro-ÖV-Angebots SAM Oststeiermark konnte im Spätsommer 2026 gesichert werden. Das oststeirische Sammeltaxisystem unter Beteiligung der GKB – kurz SAM Oststeiermark genannt, wurde ursprünglich 2020 als Pilotprojekt gestartet und ergänzt seither den öffentlichen Verkehr in der Region. Es dient als sogenannter Zu- und Abbringer für die erste und letzte Meile und bietet vor allem dort eine Mobilitätslösung, wo keine ausreichende Bus- oder Bahnanbindung vorhanden ist. Fahrten zum Arzt, zum Einkaufen, zu Freizeitangeboten oder zu öffentlichen Verkehrsknotenpunkten sind damit auch weiter ohne eigenen Pkw möglich – und dies Montag bis Samstag von 6 bis 20 Uhr. Das Sammeltaxi Oststeiermark versorgt also weiterhin die erste und letzte Meile in der öffentlichen Anbindung in den Bezirken Weiz, Hartberg-Fürstenfeld und auch in einer Gemeinde im angrenzenden Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. Verlässlicher Mikro-ÖV für die Region Bereits seit September 2022 fährt SAM im Auftrag der Regionalentwicklung OstREGIONALMOBILITÄT | Sammeltaxi SAM fährt weiter SAM fährt weiter - GKB schließt mit Mikro-ÖV oststeirische Mobilitätslücke Das Sammeltaxi SAM Oststeiermark fährt weiter - Die GKB und ihre Partner bedienen damit die sogenannte Letzte Meile zu den Öffis

5 Ausgabe 115 - September 2026 | Sammeltaxi SAM fährt weiter | REGIONALMOBILITÄT steiermark in den Bezirken Weiz, Hartberg-Fürstenfeld und nun auch einer Gemeinde in Bruck-Mürzzuschlag. Die Regionalmobilitätssparte der Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH betreibt die Mobilitätszentrale und kümmert sich um die Disposition der Fahrten. Regionale Verkehrsunternehmen sind für den Personentransport verantwortlich. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Bündelung von Fahrten, wodurch ein umwelt- und ressourcenschonendes Mikro-ÖV System ermöglicht wird. Weiterbestand von SAM gesichert In der Oststeiermark bleibt das Sammeltaxi SAM nun für vier weitere Jahre ein wichtiger Bestandteil der lokalen Mobilität. Ein neuer Vertrag sichert die Dienste von SAM in nunmehr 35 Gemeinden, die auf diese Weise den öffentlichen Verkehr ergänzen. Der Weiterbetrieb mit nahtlosem Übergang ab 1. September ist gesichert: Die Regionalentwicklung Oststeiermark konnte gemeinsam mit den Gemeinden aus den Bezirken Weiz und Hartberg-Fürstenfeld sowie Breitenau am Hochlantsch im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag eine neue Rahmenvereinbarung mit der beauftragten Bietergemeinschaft aus GKB, Retter GmbH und Taxi Temmel GmbH erfolgreich abschließen. Zukunftskonzept erweitert das Mobilitätsangebot Nun ist die Bevölkerung angehalten, das Sammeltaxi weiterhin gut zu nutzen. Dann könnte man den nächsten Schritt andenken und versuchen SAM in den steirischen Verkehrsverbund und in das Klimaticket-System zu integrieren: Wenn das Sammeltaxisystem in das Klimaticket integriert wäre, würde dies den Nutzerinnen und Nutzern künftig erlauben mit dem Klimaticket über SAM an öffentliche Verkehrsknotenpunkte zu gelangen. Anschluss zum Öffi-Verkehr Und da zwei Drittel der Nutzerinnen und Nutzer laut Regionalentwicklung Oststeiermark bisher nicht an den öffentlichen Verkehr angebunden sind, wäre dies eine enorme Mobilitätsverbesserung für die Menschen in der Region. Aber auch im (regional)städtischen Bereich hat SAM seine Berechtigung, wie bei der Präsentation betont wurde. Vor allem für abgelegenere Ortsteile oder mobilitätseingeschränkte Personen in der Stadt sei das Angebot von großem Nutzen. Das Regionalmanagement verweist außerdem darauf, dass gerade junge Menschen immer häufiger das Sammeltaxi nutzen. Alle diese Erfahrungsberichte bestätigen die Notwendigkeit von Mikro-ÖV-Angeboten in der Region. Damit bleibt das Sammeltaxi-System ein echtes Zukunftsprojekt und bietet die Chance das regionale öffentliche Mobilitätsangebot sinnvoll zu erweitern! Text: PA & Red. Fotos: Regionalmanagement Oststeiermark Die Retter GmbH befördert die Taxifahrgäste umweltfreundlich durch die Oststeiermark

6 | Ausgabe 115 - September 2026 REGIONALMOBILITÄT | flux - Das Sammeltaxi für den Zentralraum flux - Das Sammeltaxi: Die Ergänzung zum öffentlichen Verkehr der GKB Innovative Mikro-ÖV-Angebote, wie flux – Das Sammeltaxi für den steirischen Zentralraum, ergänzen den öffentlichen Verkehr der GKB insbesondere im ländlichen Raum. Nicht überall fährt regelmäßig ein GKBRegioBus oder die S-Bahn Steiermark. Manchmal ist der nächste Bahnhof zu weit entfernt, manchmal passt die Verbindung nicht zur gewünschten Zeit. Genau hier kommt flux ins Spiel: Das Sammeltaxi ergänzt Bus und Bahn und bringt dich auch dorthin, wo der öffentliche Verkehr nicht direkt hinfährt. Regionale Mobilität nach Bedarf Das Prinzip von flux ist ähnlich wie beim Bus: Du steigst an einem Haltepunkt ein und aus. Der Unterschied: flux fährt nicht nach einem fixen Fahrplan, sondern auf Buchung – also genau dann, wenn du es brauchst. Deine Fahrt kannst du entweder telefonisch oder online buchen. Ein regionales Taxi holt dich dann ab und bringt dich ans Ziel. Wie einfach das im Alltag funktioniert, zeigt der zehnjährige Tobias aus Lieboch: Er kombiniert Zug und flux, um zum Training zu kommen. Mit dem Zug geht es nach Bärnbach, mit flux weiter zur Sporthalle. So kommt Tobias selbstständig ans Ziel – und seine Eltern werden im Alltag entlastet. „Dank flux kann ich alleine zum Handballtraining fahren.“ flux - Das Sammeltaxi für den steirischen Zentralraum ermöglicht Mobilität nach Bedarf auf der sogenannten letzten Meile

7 Ausgabe 115 - September 2026 | flux - Das Sammeltaxi für den Zentralraum | REGIONALMOBILITÄT Foto: RMSZR/Lupi Spuma flux.at Anrufen & buchen: 050 61 62 63 Die flexible Ergänzung zu den Öffis. Unterwegs mit Öffis und flux Der öffentliche Verkehr bringt uns schon an viele Orte. Doch nicht jede Verbindung passt immer zum eigenen Weg oder zur eigenen Zeit. Gerade für Menschen, die auf öffentliche Mobilität angewiesen sind, schafft flux zusätzliche Möglichkeiten. Etwa für Thomas. Er ist sehbeeinträchtigt und besitzt kein eigenes Auto. Mit Bus, Bahn und flux kann er seinen Alltag selbstständig und unabhängig gestalten. „flux ist für mich eine wichtige Ergänzung zu den Öffis.“ Auch beim Preis spielt flux gut mit den Öffis zusammen: Mit einem hinterlegten KlimaTicket oder TopTicket kostet die Fahrt nur die Hälfte. Ein Angebot der Region Steirischer Zentralraum Das Sammeltaxi flux ist ein Mobilitätsangebot der Region Steirischer Zentralraum und wird von den teilnehmenden Gemeinden mitfinanziert. In insgesamt 42 Gemeinden in Graz, Graz-Umgebung und Voitsberg stehen mehr als 3.000 Haltepunkte zur Verfügung. Text: RMSZR & Red. / Fotos: Lupi Spuma & RMSZR flux - Das Sammeltaxi bedient mehr als 3.000 solcher Haltepunkte Der kleine Tobias fährt mit flux bequem und sicher zum Sportverein flux - Das Sammeltaxi schnell und einfach via Telefon oder APP buchen!

8 | Ausgabe 115 - September 2026 Drehscheibe: Herr Geschäftsführer Gspaltl! Sie sind als konsequenter ÖffiNutzer bekannt – Wie hilft Ihnen diese Kund:innenperspektive bei Ihrer Arbeit? GF Gspaltl: Die eigenen Erfahrungen sind immer die wertvollsten. Aus der täglichen Nutzung des ÖV, dienstlich, wie auch privat ergeben sich Einblicke, die man nur als Kunde gewinnen kann. Ich freue mich auch immer über das Feedback von den Fahrgästen. Man bekommt da als Mitfahrer sehr viel mit. Am meisten beeindruckt mich der große Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei den Verkehrsunternehmen. Die Redaktion der GKB-Drehscheibe interviewte für diese Ausgabe Dipl.- Ing. Dr. Peter Gspaltl. Wir sprachen mit dem Geschäftsführer des steirischen Verkehrsverbundes über seine persönlichen Eindrücke als Fahrgast, den Ausbau der Öffis und die Chancen durch die Koralmbahn. Drehscheibe: Sie sind als Geschäftsführer der Verkehrsverbund Steiermark GmbH bereits seit 2019 einer der wichtigsten Impulsgeber und Entscheidungsträger im Bereich öffentlicher Verkehr in unserem Bundesland. Was konnten Sie seither bereits umsetzen, was steht noch auf der Agenda? GF Gspaltl: Der Öffentliche Verkehr gewinnt als Hauptachse in der Alltags- und Freizeitmobilität immer mehr an Bedeutung. In der Steiermark wurden in den letzten Jahren mit massiven Angebotserweiterungen und dem Klimaticket Meilensteine gesetzt. Mit Taktverdichtungen auf der S-Bahn und der Regiobus-Offensive haben wir gemeinsam mit unseren Partnern bei den Verkehrsunternehmen für die gesamte Steiermark eine neue Qualität im ÖV-Angebot geschaffen. Ich sehe die Kombination aus attraktiven Bus- und Bahnverbindungen mit vertakteten Fahrplänen und attraktiven Ticketpreisen, wie wir sie mit unserem stetig ausgebauten Angebot und der Einführung des besonders günstigen Klimatickets Steiermark vorliegen haben, als Schlüssel zum Erfolg. Digitale Fahrplaninformation und Routenplanung mit unserer BusBahnBim-App, Kund:innenservice und vor allem die Zuverlässigkeit samt Anschlusssicherung sind weitere Faktoren, die den ÖV noch stärker machen. Mit dem Freizeitticket und unseren Freizeit- und Wandertipps bieten wir ein besonderes attraktives Angebot für Ausflüge an Wochenenden und Feiertagen in der gesamten Steiermark. Und dann natürlich die Koralmbahn als Jahrhundertprojekt! Damit wurde im Öffentlichen Verkehr eine neue Ära eröffnet. Auf der Agenda stehen für uns weiterhin v. a. die hohe Qualität und die Zuverlässigkeit an vorderster Stelle. Gleichzeitig wollen wir die Mobilität der Zukunft aktiv mitgestalten. E-Mobilität, die „letzte Meile“ im Bedarfsverkehr, autonomes Fahren und auch Einsatz von Künstlicher Intelligenz sind Entwicklungen, die den öffentlichen Verkehr in den kommenden Jahren nachhaltig verändern und prägen werden. Drehscheibe: Die GKB hat 2025 auf der Linie S6 den elektrischen Betrieb aufgenommen. Welche Bedeutung haben die Elektrifizierung der weststeirischen SBahn-Linien und andere Elektrifizierungsprojekte für den Verkehrsverbund bzw. den Ausbau der öffentlichen Mobilität? GF Gspaltl: Die Elektrifizierung von Bahnstrecken eröffnet generell völlig neue Möglichkeiten und Chancen im Bahnverkehr und leistet einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Mit der Aufnahme des elektrischen Betriebs auf der GKB-Linie S6 kam es zu einem massiven Ausbau des Angebotes auf dieser für die Region so wichtigen S-Bahnstrecke. Insgesamt wurde das Angebot auf den S-Bahn-Linien der GKB um rund 40 Prozent erweitert. Mit dem Abschluss der Elektrifizierung der Strecke bis Köflach und der „Verstromung“ der steirischen Ostbahn werden in naher Zukunft weitere neue Meilensteine gesetzt. Drehscheibe: Elektromobilität auf der Schiene ist nur ein Ansatz - Welche Rolle werden künftig neue Mobilitätsformen beim Individualverkehr oder Mikro-ÖVLösungen u.s.w. spielen? Und wie sollen sie in die Verkehrsverbundangebote integriert werden bzw. diese ergänzen? GF Gspaltl: Ganz allgemein wird der öfINTERVIEW | Verkehrsverbundgeschäftsführer Dr. Peter Gspaltl „Die Elektrifizierung von Bahnstrecken eröffnet generell neue Möglichkeiten und Chancen im Bahnverkehr ...“

9 Ausgabe 115 - September 2026 | Verkehrsverbundgeschäftsführer Dr. Peter Gspaltl | INTERVIEW Peter Gspaltl wurde 1964 in Graz geboren. Er studierte technische Chemie an der Technischen Universität Graz, wo er 1995 auch promovierte. Danach arbeitete er bis 1999 bei der Lenzing AG und wechselte von dort ins Grazer Umweltamt. Von 2005 bis 2009 war er Fachreferent im Umweltressort der Landesregierung unter Landesrat Wegscheider. 2010 wechselte er als Leiter der Fachabteilung für den Amtssachverständigendienst sowie als stellvertretender Leiter der Fachabteilung für Wohnbau und Erneuerbare Energie in die steiermärkische Landesverwaltung. Ab 2015 war er im Ressort für Umwelt- und Verkehr tätig, wo er unter den Landesräten Leichtfried und Lang als Fachreferent und Büroleiter-Stv. für Öffentlichen Verkehr, Umwelt, Energie und Klimaschutz verantwortlich war. In all diesen Funktionen war er auch immer ein wichtiger Impulsgeber und Wegbegleiter der S-Bahn Steiermark sowie des RegioBus Steiermark. Am 1. Juli 2019 wurde Dipl.-Ing. Dr. Peter Gspaltl schließlich zum Geschäftsführer der Verkehrsverbund Steiermark GmbH bestellt. Privat engagierte sich der verheiratete Vater eines Sohnes als Bürgermeister von Grambach in der Gemeindepolitik. Peter Gspaltl ist passionierter Chilizüchter. Als großer Eishockeyfan und ehemaliger ATSE-Spieler hält er den Graz 99ers bei jedem Spiel die Daumen. fentliche Verkehr als zentraler Bestandteil, als Rückgrat einer modernen Mobilität, weiter an Bedeutung gewinnen. Er wird aber immer eine von mehreren Mobilitätsformen sein. Sharing-Angebote, aktive Mobilität wie Zu-Fuß-Gehen und Radfahren sowie Mikro-ÖV-Angebote unter dem Titel „Mobility as a Service“ und auch neue technische Möglichkeiten wie autonomes Fahren werden angesichts der sich verändernden Anforderungen an Bedeutung gewinnen und neue Möglichkeiten eröffnen. Wir als Verkehrsverbund wollen und werden dabei mit unserem Angebot eine zentrale Rolle einnehmen. Dazu brauchen wir natürlich unsere Partner bei den Verkehrsunternehmen, wobei ich an der Stelle besonders den Innovationsgeist und Spirit bei der GKB hervorheben möchte. Dafür Danke! Drehscheibe: Schauen wir noch kurz in die Zukunft: Die Koralmbahn ist eröffnet und der Semmering-Basistunnel geht bald in Betrieb. Wie wirken sich diese Jahrhundertprojekte auf die Menschen und ihre Mobilität aus? GF Gspaltl: Mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn wurden zwei Wirtschafts-, Bildungs- und Lebensräume erschlossen, die den Öffentlichen Verkehr zwischen Steiermark und Kärnten auf eine völlig neue Dimension heben. Gemeinsam mit den massiven Angebotserweiterungen auf der S-Bahn und den neuen Interregioverbindungen ergibt sich eine ideale, kostengünstige und klimaschonende Mobilitätslösung für Pendler:innen, Student:innen aber auch im Freizeitverkehr. Graz und Klagenfurt sind zu Nachbarstädten geworden. Venedig und Triest liegen vor der Haustür. Taktverdichtungen nach Wien und neue Verbindungen in alle Richtungen schaffen neue Qualitäten, die von den Fahrgästen mit Begeisterung angenommen werden. Mit der Inbetriebnahme des Semmeringtunnels wird im Bahnverkehr in den nächsten Jahren wiederum eine neue Zeitrechnung beginnen. Wir bereiten uns schon darauf vor. Drehscheibe: Danke für das Interview!

10 | Ausgabe 115 - September 2026 HISTORISCHE BETRACHTUNGEN | Die Bahn im modernen Krieg Die Eisenbahn wurde sehr bald nach ihrer Entstehung zum Element der Logistik in militärischen Konflikten, spielte aber auch eine dunkle Rolle im Holocaust und ist heute in der Ukraine umkämpfte Lebensader. Bald nach Erfindung der Eisenbahn erkannte man, dass sie für die Kriegsführung genutzt werden konnte. Schnell wurde die Bahn zum militärischen Werkzeug und selbst zum Kriegsziel: Im amerikanischen Bürgerkrieg (1861–1865) spielte die Eisenbahn erstmals in der Geschichte eine zentrale Rolle beim Transport von Soldaten, Gerät und Nachschub. Daher entwickelte sich die Zerstörung von Bahnanlagen in diesem Konflikt zur folgenschweren Militärtaktik. Die Unionsarmee ersann Strategien zur Unbrauchbarmachung der Infrastruktur, wodurch das Eisenbahnwesen im Süden bis Kriegsende zusammenbrach, was massiv zur Niederlage der konföderierten Armee beitrug. Militärische Bedeutung der Eisenbahn Die Bedeutung der Bahn im US-Bürgerkrieg, veranlasste viele europäische Staaten, sich der neuen Möglichkeiten zu bedienen. Im deutsch-französischen Krieg wurden Eisenbahntruppen bereits effizient eingesetzt. Sie bewerkstelligten den massenhaften Transport von Soldaten und Nachschub, reparierten schnell zerstörte Bahninfrastruktur und bauten 1870 bei Metz eine kriegsentscheidende Umgehungsbahn. Danach wurden die gezielte Zerstörung von Bahnanlagen und -material sowie Bahnlogistik und -betrieb schnell elementare Teile der Kriegsstrategie. Eine zentrale Taktik im ersten Weltkrieg war es, den Nachschub und Truppentransport des Gegners zu verzögern und seine Schienennetze zu zerstören. Man beschoss oder sprengte Bahnanlagen und machte den Gleiskörper unbrauchbar. Gleichzeitig wurde die Bahn erstmals zur zentralen Lebensader der Front. Damit war sie elementar für die militärische Logistik. Auch im 2. Weltkrieg stellte die Bahn bei allen kriegsführenden Nationen den Nachschub an die Front sicher und diente dem Truppen- und Materialtransport. So wäre der Ostfeldzug der Wehrmacht sowie dessen Abwehr durch die Sowjetunion ohne Bahn nicht möglich gewesen. Und auch die Westalliierten nutzten, sofort nach der Landung in der Normandie, das französische Bahnnetz. Denn trotz zunehmender Motorisierung der Einheiten, blieb die Eisenbahn für die Kriegslogistik unerlässlich. Dies führte verstärkt zu Angriffen auf Bahnanlagen, oft mit großflächigen Bombardements, von den auch die Steiermark und damit die GKB ab 1944 betroffen waren. Verbrechen und Widerstand Im deutschen, sowjetischen und japanischen Einflussbereich wurden für Bau oder Instandsetzung von militärisch wichtigen Bahnanlagen oftmals Zwangsarbeiter:innen und Kriegsgefangene eingesetzt, wobei viele den Tod fanden. Eine besonders furchtbare Rolle spielte die Bahn als Erfüllungsgehilfin beim organisierten Massenmord an Millionen von Menschen und bei Transporten im Rahmen der Kriegswirtschaft. Gleichzeitig Die Bahn im modernen Krieg – Schienenlogistik im Dienst des Militärs Militärzug in Voitsberg als Beispiel militärischer Bahnlogistik

11 Ausgabe 115 - September 2026 | Die Bahn im modernen Krieg | HISTORISCHE BETRACHTUNGEN gab es aber auch Widerstand von Eisenbahnern gegen das Regime und Sabotageakte gegen die deutschen Besatzer. Die Bahn im Kalten Krieg Im Ost-West-Konflikt bildete die Bahn nach 1945 das Rückgrat der Militärstrategie der Warschauer Pakt-Staaten. Aufgaben waren die Logistik für Einheiten am Eisernen Vorhang und schwerste Materialtransporte, wobei die unterschiedliche Spurweiten ein Problem waren. Und in den 1980er Jahren setzte man im Ostblock sogar mobile Interkontinentalraketen auf Eisenbahnfahrzeugen ein. Der Westen nutzte den Vorteil seiner einheitlichen Normalspur für die Konzeption von Aufmarschplänen für NATO-Panzertruppen. Außerdem hielt man in Westdeutschland eine Anzahl von Sanitätszügen für den Verwundetentransport bereit. Eine Besonderheit waren militärische Interzonenzüge, wie „The Berliner“ der Truppen nach Westberlin brachte. Mit dem Ende des Kalten Krieges verlor die militärische Bahnlogistik an Bedeutung. Lebensader Bahn in der Ukraine Jahrzehnte später wurde Bahnlogistik im Krieg aber leider erneut zum Thema: Mit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Jahr 2022 wurde die Bahn schlagartig zum Rückgrat und zur Lebensader der Logistik des Landes. Sie ist wichtigstes Transportmittel für Zivilisten, Evakuierungen aus Kampfgebieten und humanitäre Hilfe, aber auch militärische Güter. Daher gibt es massive Angriffe auf die Bahninfrastruktur. Wobei Russland nun aber gezielt ukrainische Züge mit Drohnen angreift und den Tod von Zivilist:innen in Kauf nimmt. Das ukrainische Bahnpersonal arbeiten seither an einer Front auf der Schiene, was jede Fahrt zum Risiko macht. Diese Angriffe auf Personenzüge sind außerdem eine weitere Eskalation: Russland greift mit der Bahn nämlich ein Symbol des ukrainischen Widerstands an. Denn trotz des Krieges sind ukrainische Züge bisher fast immer gefahren und pünktlich angekommen. Und das Bahnmanagement will, trotz der Bedrohung, so viele Strecken wie möglich bedienen. Denn die Menschen in der Ukraine brauchen die Züge und werden sie weiter nutzen. Text: Mag. E. Suppan / Fotos: Internet & GKB_Archiv Panzerentladung am Ladegleis Graz Köflacherbahnhof mit Bombenschäden u. Sperrballon Ein zweiachsiger Kohlewaggon der GKB nach einem Bombentreffer Ausgebrannter ukrainischer Personenzug nach einem Drohnenangriff

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14 | Ausgabe 115 - September 2026 PERSONAL | Neue Bereichsleitungen / Neue Führungskraft NEU: Bereichsleitungen für Bahn und Straße - Neuer Leiter für GKB-Traktion Im Zuge der organisatorischen Neuaufstellung des Unternehmens schuf man zwei neue Bereichsleitungen, wodurch auch die Neubestellung der Abteilungsleitung Verkehrsleistungserbringung / Traktion nötig wurde. In der neuen Unternehmensstruktur wurden ähnliche oder verschränkte Aufgabenfelder erneut in zwei Fachbereichen zusammengefasst und alle Stabsstellen nun wieder direkt der Geschäftsführung zugeordnet. Dafür bestellte die Unternehmensleitung mit Nicole Wancura für den Verkehrsbetrieb-Straße & Projekte inklusive Regionalmobilität und Andreas Schober für den Verkehrsbetrieb-Bahn & Projekte zwei neue Bereichsleiter:innen. Dadurch wurde im Sommer auch die Neubesetzung der Abteilungsleitung in der Traktion notwendig. Da unser Unternehmen im Rahmen seiner nachhaltigen Personalpolitik allen Mitarbeiter:innen entsprechende Karriere- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten eröffnen will, wurde die Stelle intern ausgeschrieben. Im mehrstufigen Bestellungsverfahren konnte sich unter den vielen Bewerber:innen schließlich Manuel Korber durchsetzen. Er wurde mit 1. August 2026 offiziell zum neuen Leiter der Abteilung Verkehrsleistungserbringung / Traktion des Unternehmens bestellt. Eine echte Eisenbahnkarriere Der geborene Judenburger hat das Bahngeschäft von Grund auf gelernt: Er begann seine berufliche Laufbahn bei den ÖBB, wo er ab 1999 in Knittelfeld eine Lehre zum Maschinenschlosser absolvierte. Nach dem Lehrabschluss trat Manuel Korber in die LTE-group ein und machte die Ausbildung zum Triebfahrzeugführer. Bis 2008 war er beim erfolgreichen GKB-Joint Venture im internationalen Güterverkehr im Einsatz, bevor er in unser Unternehmen übertrat. Zuletzt Neo-Abteilungsleiter Manuel Korber (l.) mit Bahn-Bereichsleiter Andreas Schober (r.) war der langjährige Triebfahrzeugführer und zertifizierte Fachtrainer auch stellvertretender Leiter des Ausbildungszentrums und darf aktuell rund 55 verschiedene Fahrzeugtypen bedienen bzw. an ihnen ausbilden. Der neue Abteilungsleiter ist somit hochqualifiziert und bringt neben Führungskompetenz, auch große Erfahrung im Bahnbereich sowie umfangreiches Wissen über unsere Unternehmensgruppe mit. Privat züchtet der in Kalsdorf lebende Vater einer Tochter mit seiner Frau britische Kurhaarkatzen und reist gerne. Die Geschäftsführung und die Mitarbeiter:innen der GKB wünschen den neuen Bereichsleiter:innen und NeoAbteilungsleiter Manuel Korber alles Gute für ihre neuen Aufgaben. Text: ES / Fotos: GKB_JM & GKB_Schiffer Nicole Wancura leitet den Bereich Straße

15 Ausgabe 115 - September 2026 | Ferialpraktika / Betriebliche Gesundheitsförderung | PERSONAL GKB: Ein Ferialpraktikum bei der Bahn Im Sommer arbeiten wieder mehrere Ferialpraktikant:innen bei der GKB und lernten die Welt der öffentlichen Mobilität kennen. Am 23. Juli sprach Geschäftsführer Mag. Gerald Klug mit den diesjährigen Ferialpraktikant:innen über ihre oft ersten Erfahrungen mit der Arbeitswelt und unserem Unternehmen. Die Ferialarbeitskräfte Karla, Laura, Marija und Paul besuchen alle die Oberstufe einer Grazer HAK oder AHS und waren teilweise schon Geschäftsführer Klug (2. v. r.) sprach mit den Ferialpraktikant:innen zum zweiten Mal bei der GKB. Die vielfältigen Tätigkeitsfelder der Ferialpraktikant:innen erstreckten sich vom Personalbüro, über den Busbetrieb oder die Personalabteilung bis zur Unternehmenskommunikation. Die jungen Ferialarbeitskräfte fühlten sich wohl bei der GKB und fanden das Praktikum interessant, was GKB-Geschäftsführer Klug natürlich freute. Abschließend wünschte GKB-Geschäftsführer Klug den Praktikant:innen weiter viel schulischen Erfolg und schöne Ferien. Text: Red. / Foto: GKB_Suppan Trinkflaschen, Eisaktion und gesundes Essen Im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung erhielten die Mitarbeiter:innen eine Thermotrinkflasche, der Betreibsrat spendiert Eis und ein Ernährungsworkschop wurden angeboten. Die Hitzeperioden und hohe Temperaturen belasten den Organismus. Und insbesondere die GKB-Mitarbeiter:innen leiden unter den neuen Belastungen. Daher haben sich Geschäftsführung, Betriebsrat und Personalleitung verständigt nachhaltige Maßnahmen dagegen zu ergreifen. Als eine erste Hitzeschutzmaßnahme, wurden an die gesamte Belegschaft Trinkflaschen verteilt. Damit werden die Dienstnehmer:innen angehalten, ausreichend Wasser zu trinken. Außerdem spendierte der Betriebsrat den Mitarbeiter:innen Speiseeis zu Abkühlung. Das BGF-Team arbeitet zudem bereits an weiteren Hitzeschutzmaßnahmen. Food Facts statt Food Fakes Die GKB bot allen Lehrlingen und Ferialpraktikant:innen einen Workshop mit Ernährungsberaterin Martina Fellner an. Am 30. Juli ergründete man, was hinter Food-Trends steckt und welche Tipps fundiert sind oder was man hinterfragen sollte. Die Jugendlichen erhielten Infos über Ernährungsmythen und zu Informationsquellen. Als Highlight bereitete man mit der Ernährungswissenschaftlerin trendige Gerichte zu, probierte sie und schaute sich die Lebensmittel an. Text : ES / Fotos: G-PE ZBRV Sabathi (l.) u. AL Galle (r.) überreichen d. Flaschen Die Teilnehmer:innen des Food-Workshops

16 | Ausgabe 115 - September 2026 GANZ KURZE BERICHTE | VCÖ-Bahntest zeigt Entwicklungspotenzial Aktueller VCÖ-Test zeigt: Bahnfahren hat in Österreich großes Potenzial Im Frühsommer 2026 wurden vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) die Zufriedenheit und die Wünsche der Bahnfahrgäste erhoben. Generell ist und bleibt die Zufriedenheit mit dem Bahnangebot in Österreich hoch. Bessere Erreichbarkeit der Haltestellen mit Öffentlichem Verkehr, zu Fuß oder per Fahrrad wird geschätzt. Handlungsbedarf gibt es trotz gewisser Verbesserungen bei der Pünktlichkeit sowie bei Störungen und verpassten Anschlüssen. Außerdem wünschen sich die Fahrgäste laut der Befragung den Ausbau von Sharing-Angeboten an den Bahnhöfen und der internationalen Verbindungen. Bahnfahrgäste wurden befragt Mehr als 11.000 Fahrgäste haben von April bis Juni 2026 in den Zügen von neun Bahnunternehmen beim VCÖ-Bahntest teilgenommen. Positiv bewerten die Fahrgäste Verbesserungen bei der Erreichbarkeit der Bahnhaltestellen sowie die Entwicklung im Bereich Buchung und Reservierung. Kritisch gesehen wurde die Entwicklung bei der Zuverlässigkeit, was Zugausfälle, Störungen und Pünktlichkeit betrifft sowie die Preis-LeistungsVerhältnis und die Abstimmung zwischen Bus und Bahn. Bahnfahren hat großes Potenzial Laut dem VCÖ-Test wären ganze 72 Prozent der Fahrgäste bereit mehr Wege vom Auto auf die Bahn zu verlagern. Neben weiteren Fahrgaststeigerungen im Bahnnahverkehr, hätten dabei zunehmend auch Fernreisen mit der Bahn großes Potenzial. Knapp die Hälfte der Befragten hat im letzten Jahr eine Urlaubsreise mit der Bahn gemacht, 89 Prozent waren zufrieden. Um mehr Kurzstreckenflüge auf die Bahn zu verlagern, sind Ticketpreise das mit Abstand wichtigste Thema, gefolgt vom Wunsch nach mehr Direktverbindungen in die großen EU-Städte. Der VCÖ empfiehlt in seinem factsheet daher die letzte Meile, also den Weg zum und vom Bahnhof, mitzudenken sowie die Zuverlässigkeit auf der Schiene zu erhöhen und sieht weiteren Verbesserungsbedarf beim grenzüberschreitenden Verkehrsangebot. Text: Red. / Grafik: VCÖ_factsheet / Foto: GKB_Ferk

17 Ausgabe 115 - September 2026 | Neues Fahrgastservice GKB-INFO | GANZ KURZE BERICHTE Die Fahrgäste nutzen die neue zusätzliche Informationsfunktion der GKB GKB-INFO: Neues Fahrgastservice der GKB wird sehr gut angenommen Die GKB bietet den Bahn- und Busfahrgästen mit GKB-INFO seit dem Frühjahr ein neues Service an. Über die neue niederschwellige Funktion GKB-INFO oben auf der Unternehmenshomepage veröffentlicht die GKB seit April wochentags von etwa 06:00 Uhr bis 20:00 Uhr sowie im Anlassfall wichtige Informationen zu Einschränkungen im Bahn- und Busverkehr für ihre Fahrgäste: Informiert wird dabei vor allem über Zugausfälle und größere Zugverspätungen ab 15 Minuten, den Ausfall von Buskursen, Streckensperren, Bedieneinschränkungen von Haltestellen, Schienenersatz- und Baustellenverkehre sowie andere Besonderheit oder außergewöhnliche Beeinträchtigungen des Mobilitätsangebots der GKB. Das neue Angebot wurde von Fahrgästen und Mitarbeiter:innen sehr gut angenommen. Nutzung und Funktionsweise von GKB-INFO Um GKB-INFO zu nützen, muss man einfach die Homepage der GKB unter www.gkb.at aufrufen: Oben auf der Seite findet man die jeweils aktuellste Meldung, darunter die vorherigen. Notwendig ist nur ein Internetzugang, eine Anmeldung oder Registrierung der Nutzerinnen und Nutzer ist nicht erforderlich. Mittelfristig soll die Funktion in die Homepage integriert werden. Zu beachten ist jedoch, dass sehr kurzfristig oder in den Abend- bzw. Nachtstunden auftretende Beeinträchtigungen im Bahn- und Busverkehr bzw. außergewöhnliche Ereignisse eventuell nicht über GKB-INFO abgebildet werden können. Außerdem stellt das neue Informationsangebot nur eine Ergänzung zu den etablierten Fahrgastinformationssystemen des steirischen Verkehrsverbundes und der ÖBB dar und ist technisch nicht mit diesen verknüpft! Langfristige Fahrgastinformationen Detaillierte Informationen zu längerfristig geplanten und größeren Einschränkungen werden zudem zeitgerecht im allgemeinen Fahrgastinformationsbereich der GKB-Homepage veröffentlicht, wo es auch eine Übersicht über die Schienenersatzverkehre gibt. Für weitere Informationen zum Mobilitätsangebot können sich Fahrgäste auch direkt an das Zugbegleit-, Schalter- oder Fahrpersonal sowie die Servicestellen des Unternehmens wenden. Text: GKB_PA / Foto: GKB_Ferk

18 | Ausgabe 115 - September 2026 GANZ KURZE BERICHTE | Region und Menschen Nach dem erfolgreichen ersten Wanderbuch präsentiert der Verkehrsverbund Steiermark gemeinsam mit dem Land Steiermark und dem Wanderexperten Dieter Fleck den zweiten Band von „Mit den Öffis Wandern“. Das neue Wanderbuch bietet zwölf Wandertipps für unterschiedliche Ansprüche – alle Wanderungen sind bequem mit Bus und Bahn erreichbar. Die neuen Touren führen durch die abwechslungsreichen Landschaften der Steiermark – von den sanften Landschaften der Südsteiermark über Burgen und beeindruckende Schluchten bis in die alpinen Regionen der Obersteiermark. Verkehrslandesrätin Dr. Claudia Holzer erklärt: „Mit Bus und Bahn beginnt das Wandererlebnis bereits bei der Anreise. Die Parkplatzsuche entfällt, unterwegs kann die Landschaft genossen werden und auch die Rückfahrt lässt sich entspannt mit den Öffis antreten. Gerade bei Wanderungen, die nicht zum Ausgangspunkt zurückführen, bieten öffentliche Verkehrsmittel einen besonderen Vorteil.“ 12 Wandertouren mit RegioBus und S-Bahn Zu den zwölf Wanderzielen zählen der Kapunerkogel an der slowenischen Grenze, der Demmerkogel im Sausal sowie Grazer Buchkogel, Lerchegg und Parmaseggkogel im Grazer Bergland; außerdem der Kletschachkogel zwischen Laming- und Murtal in der Obersteiermark, die Frauenalpe bei Murau, der Zirbitzkogel sowie der Freienstein im Ennstal. Auch die Riegersburg, die Hinteralm im Mürzer Oberland und die Wörschachklamm sind Teil des neuen Wanderbuchs. Für die Planung der An- und Abreise steht die kostenlose BusBahnBim-App zur Verfügung. Damit können Verbindungen in der Steiermark und in ganz Österreich einfach gesucht und individuell geplant werden. Verkehrsverbund: Buch als Inspiration für neue ÖffiWandertouren Dr. Peter Gspaltl, Geschäftsführer Verkehrsverbund Steiermark: „Wir freuen uns sehr, dass wir nun bereits unser zweites Wanderbuch präsentieren können. Das Wanderbuch bietet Inspiration für abwechslungsreiche Touren und zeigt, wie gut sich die schönsten Wanderziele mit den Öffis erreichen lassen. Unser Tipp: Das Freizeitticket ist eine besonders attraktive Möglichkeit, die Steiermark mit Bus, Bahn und Bim zu entdecken. Für nur 15 Euro kann man an Wochenenden und Feiertagen einen ganzen Tag lang in der Steiermark unterwegs sein.“ Das neue Wanderbuch knüpft an die langjährige erfolgreiche Freizeitinitiative des Verkehrsverbundes Steiermark an. Seit vielen Jahren werden Wandertipps veröffentlicht, die speziell auf die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ausgerichtet sind. Die Freizeitdatenbank bietet mittlerweile zudem mehr als 500 Freizeittipps, die alle mit den steirischen Öffis erreichbar sind. Mit den Öffis Wandern – Band 2 ist kostenlos beim ServiceCenter der Verbund Linie, Jakoministraße 1, 8010 Graz, erhältlich. Weitere Informationen und zahlreiche Freizeit- und Wandertipps finden sich online unter www.verbundlinie.at. Text und Foto: PA_Verkehrsverbund Neues Wanderbuch für die Steiermark – Wandertouren mit Bus und Bahn Der Autor mit Verkehrslandesrätin Dr. Claudia Holzer (M.) und GF Dr. Peter Gspaltl (r.)

19 Ausgabe 115 - September 2026 | Region und Menschen | GANZ KURZE BERICHTE Denkmal für GKBBergbau und Bahn Kinder besuchten Eisenbahnmuseum Die Gruppe vor der Museumslokomotive 3115 der Baureihe 56 im Eisenbahnmuseum Eine restaurierte historische Radachse der GKB zeugt nun von der Geschichte der Bahn und des Bergbaus in Pölfing-Brunn. Gemeinderat und Musiker Karl Heinz Sommer setzt immer wieder Initiativen zur Veranschaulichung der Geschichte des Bergbaus in Pölfing-Brunn. Dadurch nimmt seine Vision, einen Montanhistorischen Rundweg zu realisieren, immer konkretere Formen an. Dabei gehen die Geschichte der Bahn und des Bergbaus Hand in Hand. Als erstes Projekt wurde im letzten Jahr ein Kohlewaggon angeschafft, der restauriert wird. Dazu wurde im Bereich Schönegg bereits der Gleiskörper einer einstigen Anschlussbahn wiederhergestellt um um den Wagen dort aufzustellen. In der Zwischenzeit galt es eine Möglichkeit zu finden, den einst größten Bahnhof am Wieser Ast der GKB in den Rundweg einzubinden. Und was könnte da besser passen, als eine Antriebsachse der größten Dampflok die auf GKB-Schienen unterwegs war. Die Achse der Dampflok-Baureihe 152 sollte der Verschrottung zugeführt werden, konnte aber mit Hilfe der Gemeinde, eines Bauunternehmens und der GKB sowie durch die fleißigen Hände rund um Karl Heinz Sommer in ein Schmuckstück verwandelt werden, welches nun seinen Platz beim Bahnhof Pölfing-Brunn gefunden hat. Eine Tafel zur Erläuterung des Denkmals folgt noch, so Sommer, der sich bei allen Mitwirkenden bedankt. Text: Red. / Foto: Ferk Bereits am 21. Juli besuchten die Kinder und Betreuerinnen vom Montessori-Kinderhaus Wetzelsdorf das Eisenbahnmuseum in Lieboch. Zuerst wanderten die Kinder mit ihrer Begleitung nach Lieboch, wo sie ein Vertreter der Steirischen Eisenbahnfreunde empfing. Er führte die Gruppe durch das Technische Eisenbahnmuseum, wo es u. a. Lokomotiven und verschiedene Eisenbahnfahrzeuge, aber auch viele kleine interessante Eisenbahnexponate zu sehen gibt. Nach der Führung ging es vom Bahnhof Lieboch mit einem modernen Zug der Linie S61 zurück nach Graz Wetzelsdorf. Die Kinder hatten sehr viel Spaß, lernten viel über die Eisenbahn und genossen die bequeme Zugfahrt in die Stadt. Text: Red. / Foto: Kinderhaus Graz-Wetzelsdorf Ein Denkmal für Bergbau und Bahn in Pölfing-Brunn

20 | Ausgabe 115 - September 2026 Das Meer formte in Cornwall sehr schöne Sandstrände, vor pittoresken Klippen und raue fast alpine Landschaften sowie herzliche Menschen. Die südwestlichste Grafschaft von England bildet die Spitze einer Halbinsel und grenzt im Osten an das County Devon. Raue, steile Felsen, die sich mit langen Stränden und malerischen Buchten abwechseln, prägen die Küstenlandschaft zwischen der Irischen See und dem Ärmelkanal. In Cornwall befinden sich der südlichste und der westlichste Punkt Englands. Das Klima ist maritim gemäßigt. Von der Londoner Paddington Station aus, kann man dieses Paradies mit seinen türkis-blauen Stränden direkt mit Fernzügen erreichen, die im kornischen Penzance enden. Über die Bahnstation St. Erth ist kurz davor der mondäne Küstenort St. Ives an die Hauptstrecke angebunden. Auf dieser durch die Great Western Railway bedienten Nebenstrecke, verkehrt ein Diesel-Triebzug der British Rail Class 150/2 „Sprinter“ mit der Fahrzeugnummer 150261 im Shuttle-Dienst. St. Ives – Beeindruckende Natur und Kunst Über diese wohl schönste Bahnstrecke Südenglands geht es entlang der Küste bis ins Herz des kleinen kornischen Ortes. Malerisch auf einer Landzunge zwischen zwei Stränden gelegen, reihen sich in den Gässchen des ehemaligen Fischerdorfs St. Ives heute Shops, Boutiquen und Cafe´s aneinander. Wer möchte kann bei Ebbe vom kleinen Hafen bis zum nahe gelegenen Badestrand spazieren. Nur wenige Stunden später, steht hier das Wasser wieder meterhoch, Beeindruckende Felsformation bei Lands End an der westlichsten Spitze Englands - Dahinter ist nur mehr der weite Atlantik Unterwegs in Cornwall - Der wilde Südwesten Englands Blick auf den Porthmeor Beach mit der Galerie Tate St. Ives

21 Ausgabe 115 - September 2026 | Unterwegs in Cornwall | REISEN bevor das Meer um Mitternacht erneut weicht. Nach dem Strandspaziergang stand für uns ein Besuch in der Tate St. Ives auf dem Programm, einem Ableger der Londoner Modern Tate-Kunstgalerie. Direkt über dem Badestrand gelegen, kann man hier einen Kandinsky oder Kunstinstallationen bewundern. Abends genossen wir die Meeresfrüchte, die direkt vor der Küste gefangen werden. Von Lands End zum St. Michaels Mount Nach einem herzhaften englischen Frühstück ging es tags drauf zum westlichsten Zipfel Englands. Lands End ist sehr touristisch, bietet aber auch einmalige Ausblicke: Bei günstigem Wetter kann man sogar die Scilly-Inseln sehen. Dahinter ist nur mehr der weite Atlantik. Auf dem Rückweg werfen wir noch einen Blick auf den berühmten St. Michaels Mount. Dort steht ein Kloster auf einem Gezeitenfels, der – wie sein größeres französisches Vorbild – nur bei Ebbe zugänglich ist. Bodmin and Wenford Railway Im kleinen Ort Bodmin kauften wir uns am Originalfahrkartenschalter Tickets für die Bodmin and Wenford Railway. Diese Museumsbahn bietet auf zwei insgesamt 10,5 Kilometer langen Teilstrecken Nostalgieverkehr mit historischen Dieseltriebwagen und Dampflokomotiven an. Bei echt kornischem Wetter fuhren wir von der Bodmin General Station nach Boscarne Junction und zum Bahnhof Bodmin Parkway, wo man auf den Bahnfernverkehr umsteigen kann. Unterwegs im Triebwagen 121020 schauten wir gemütlich in den Regen und tranken Cornish Rail Tea. Danach warf ich noch einen Blick auf eine schöne Tenderlokomotive der First Great Western. Abgerundet wurde der Ausflug durch einen Besuch im Bodmin Moor, einer Hochmoorlandschaft, wo wir im Auwald wanderten. Begehbare Kunstinstallation in der Tate St. Ives Diesel-Triebzug der British Rail Class 150/2 „Sprinter“ vor d. Abfahrt in St. Erth Typische britische Badehäuschen am Strand Turm der Pfarrkirche von St. Ives Historischer Triebwagen in Bodmin Tenderdampflok der Bodmin and Wenford Railway Zauberhafte Auwaldlandschaft im Bodmin Moor

22 | Ausgabe 115 - September 2026 REISEN | Unterwegs in Cornwall Das Eden Project ist ein aus geodätischen Kuppeln bestehender botanischer Garten ... James Bond im Regenwald – Das Eden Project Das Eden Project ist ein 50 Hektar großer botanischer Garten. Für diese größte Sehenswürdigkeiten im Süden Englands wurden in einer ehemaligen Kaolingrube vier geodätische Kuppeln errichtet, in denen Gewächshäuser mit verschiedenen Vegetationszonen untergebracht sind. Die Anlage beherbergt 100.000 Pflanzen aus etwa 5000 Arten, wobei besonderer Wert auf die Nachzucht bedrohter Arten und den ökologischen Fußabdruck gelegt wird. Auch ein Musikfestival findet alljährlich dort statt und die Kuppeln waren schon Kulisse für den Film James Bond 007 – Stirb an einem anderen Tag. Von Falmouth nach Dartmouth An der Flussmündung des Fal liegt ein Städtchen mit charmanten Menschen, einem schönen Hafen und vielen Boutiquen. Falmouth beherbergt aber auch das National Maritime Museum von Cornwall. Hier wird einem unter und über Wasser die Geschichte der Seefahrt nähergebracht. Der Museumsleuchtturm bietet einen tollen Blick auf Yachten und Schiffe. Dann verließen wir Cornwall und fuhren nach Dartmouth. Die alte Hafenstadt an der Mündung des Dart River ist bereits in der Grafschaft Devon. Flussaufwärts liegt Greenway Estate, die Sommerresidenz der Krimiautorin Agatha Christie. Am Dart entlang verkehren im Sommer eine Dampfeisenbahn und ein Raddampfer. Dartmouth beherbergt zudem das Britannia Royal Naval College – Die britische Marineakademie. Hier lernte Queen Elisabeth II. ihren Prinz Philip kennen und König Charles III. war in der Akademie Seekadett, der einigen Unsinn trieb. Nach der Privatführung nahmen wir mit Blick auf den nebligen Dart Abschied von Südengland. Aber wir kommen wieder, keine Frage! Text und Fotos: Mag. Ernst Suppan .. und in den Kuppeln ist ein Regenwald Historische Schiffe im National Maritime Museum ... ... und moderne Yachten und Schiffe im Hafen davor Das Britannia Royal Naval College in Dartmouth Ein letzter Blick auf den Fluss Dart im Nebel

23 Ausgabe 115 - September 2026 | Saisonschluss im TEML mit viel Bahnnostalgie im Herbst und im Advent Die Eisenbahnfreunde befinden sich im Museumssaisonfinale, hatten Besuch von den Eisenbahnfreunden OnWheels e.V. und planen Nostalgieangebote für die Weihnachtszeit. Nachdem es im Sommer im Technischen Eisenbahnmuseum in Lieboch traditionell ruhiger abläuft, starteten die steirischen Eisenbahnfreunde diesmal mit einer großen Besucher:innengruppe in den Herbst. Denn am 16. September 2026 besuchten 29 Personen vom Verein Eisenbahnfreunde OnWheels e.V. unter der Reiseleitung von Manfred Diekenbrock das Museum. Mehr Infos zu diesem Verein findet Ihr unter: https://home.onwheels.de/ Lange Nacht der Museen im TEML Im Herbst und Winter stehen außerdem viele weitere Termine auf dem Programm: Erster wichtiger Termin ist die Lange Nacht der Museen am 3. Oktober 2026 von 18:00 Uhr bis 00:00 Uhr. Dabei konnten Besucher:innen die Eisenbahngeschichte der GKB und das Museum in besonderer Atmosphäre erleben. Steirische Eisenbahnfreunde und GKB luden dazu ein, historische Bahnfahrzeuge und die faszinierende Welt der Eisenbahn zu entdecken. Neben Fahrzeugbesichtigungen, bei denen alles aus nächster Nähe besichtigt werden kann, gab es auch Führungen. Dabei bekamen die nächtlichen Besucher:innen interessante Einblicke in die Geschichte und Technik der Eisenbahn. Im StEF-Modellbahnwagen konnte man die Eisenbahn im Kleinformat entdecken und auch ein Kinderprogramm für die Kleinsten gab es. StEF-Termine 3. Oktober 2026 Lange Nacht der Museen: Museumsöffnung bis 00:00 Uhr + Rahmenprogramm! 31. Oktober 2026 Saisonschluss im Eisenbahnmuseum: Modellbahntauschbörse, Bewirtung und VT10.02-Shuttle-Sonderfahrten! Nov. / Dez. 2026 Modellbahnfahrtage: Besuch den Modellbahnwagen von 10:30 - 16:30 Uhr 8. Dez. 2026 Modellbahntauschbörse Remise Steyrergasse 19. Dez. 2026 Christkind und Weihnachtsmann im Museum Öffnungszeiten Museum: 1. Mai 2026 - 26. Oktober 2026 MI, FR, SA und SO jeweils 10:30 Uhr - 16:30 Uhr! An allen Feiertagen der Saison geöffnet! Infos & Anmeldungen: www.stef.at bzw. info@stef.at Saisonschluss im TEML und Adventprogramm Der Saisonschluss im Technischen Eisenbahnmuseum wird dieses Jahr erst am 31. Oktober mit einer großen Modellbahntauschbörse gefeiert. An diesem Tag gibt es auch wieder Sonderfahrten mit dem „Roten Blitz“ zwischen Lieboch und Graz sowie ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Bewirtung. Am 28. November und am 5., 12. und 19. Dezember gibt es jeweils von 10:30 – 16:30 Uhr Modellbahnfahrtage im Eisenbahnmuseum. Am 8. Dezember wird wieder die große Modellbahntauschbörse in der Remise der Graz Holding in der Steyrergasse veranstaltet. Und am 19. Dezember 2026 kommen schließlich sogar das Christkind und der Weihnachtsmann auf Besuch ins Technische Eisenbahnmuseum in Lieboch. Alle Infos findet Ihr unter www.stef.at Text: Redaktion / Foto: StEF Die Eisenbahnfreunde OnWheels e.V. besuchten das Eisenbahnmuseum in Lieboch

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