12 LAGEBERICHT der Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH zum 31.12.2024. Lagebericht 1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage 1.1 Geschäftsverlauf Nach erfolgreicher Umsetzung der Verkehrsbeauftragung über einen neuen Verkehrsdienstevertrag im Schienenpersonenverkehr im ersten Jahr starten aufgrund der Umsetzung der Elektrifizierung sowie der Inbetriebnahme von ETCS auf der Koralmbahn die geplanten Ersatzbeschaffungen von E-Fahrzeugen. Aufgrund der Anpassungen der Preisniveaus auf die reale Preissteigerung konnte der Bereich trotz derzeit massiv erforderlicher Instandhaltungstätigkeiten ein positives Ergebnis erzielen. Zum Teil sind die hohen Instandhaltungskosten auch durch Unfälle verursacht, deren Kosten meist durch Versicherungserlöse gedeckt sind. Der Busbereich hat sich im Rahmen eines Vergabeverfahrens erneut um den Betrieb der beiden Verkehrsbündel in Deutschlandsberg bemüht. Aufgrund des harten Wettbewerbes durch andere Partner am Markt bleibt die Margensituation in diesem Bereich weiterhin angespannt. Zusätzlich kommt es aufgrund des Ukrainekrieges zu erheblichen Kostensteigerungen vor allem bei Personal- und Treibstoffaufwendungen, die durch vertragliche Indexregelungen nicht ausreichend gedeckt sind. Das Jahr 2024 war weiterhin stark geprägt von der Abspaltung des Unternehmensbereiches Infrastruktur und der Übertragung an die ÖBB. Der GKB ist dabei ein Spaltungsverlust i.H.v. rd. € 1,76 Mio. entstanden, da für das zu übertragende Vermögen keine Ausgleichszahlung geleistet wurde. Zusätzlich hat sich der Bund dazu entschlossen, bestehende Gewinne der GKB auszuschütten. Im Jahr 2024 wurden aus diesem Titel € 15,2 Mio. an den Bund ausgeschüttet. Weitere Gewinnausschüttungen sollen im Jahr 2025 folgen. Darüberhinausgehend ist die Geschäftsführung der GKB weiterhin extrem gefordert, die durch die Trennung entstehenden Synergieverluste im verbleibenden Unternehmen abzubauen bzw. auszugleichen. Derzeit läuft mit der Beschaffung neuer E-Triebwagen die wohl größte Ausschreibung der GKB. Neben den Anschaffungskosten stehen hier auch Lebenszykluskosten wie Instandhaltung oder Energieverbrauch über die Lebensdauer der Fahrzeuge im Fokus. Der in Europa derzeit vorherrschende massive Bedarf an neuen Triebwagen verursacht allerdings sehr lange Produktions- und Lieferzeiten, sodass für die deutlich früher anberaumte Inbetriebnahme der Elektrifizierung Ersatzlösungen entwickelt werden mussten. Aus diesem Grund wurden gebrauchte Doppelstockgarnituren beschafft und werden zur Überbrückung in einen betriebsfähigen Zustand versetzt und E-Lokomotiven angemietet. Mit Ende des Jahres 2023 kam es zu einem Wechsel der Geschäftsführung der GKB. Der langjährige Alleingeschäftsführer KR Mag. Franz Weintögl trat vorzeitig seinen Ruhestand an und wurde durch die nunmehrige Doppelbesetzung Dr. Barbara Kleinert sowie Mag. Gerald Klug, vormals Prokurist im Bereich Infrastruktur, ersetzt. Weiterhin konnte durch die gegebene Liquidität sowie hohe Zinssätze ein besonders gutes Finanzergebnis erwirtschaftet werden. Die laufenden Teuerungen, die nicht über die vertraglichen Indizes abgedeckt wurden, konnten durch den Energiekostenzuschuss zum Teil kompensiert werden.
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