18 | Ausgabe 94 - Juni 2021 PERSONAL | DIVERSITY | Teambuilding Teambuilding via Teams - Ein Seminar in neuer Form Teams-Meeting: Das GKB-Einführungsseminar fand in neuer Form statt Wie mittlerweile allen bekannt sein wird, kann Sprache die Welt verändern. Zumindest kann sie das theoretisch. Um das zu beweisen verwenden wir Sternchen, Unterstriche und was das linguistische Herz sonst noch so begehrt. Der Theorie zufolge ändert sich dadurch die Gesellschaft bzw. sogar die ganze Kultur. Die bahnbrechende Stichhaltigkeit dieser Theorie lässt sich gut am Beispiel des N-Wortes in den USA und der enormen Abnahme des dortigen Rassismus zeigen. Die sprachliche Ersetzung durch das Wort Afroamerikaner hilft Menschen wie George Floyd, der unlängst einem möglicherweise rassistisch motiviertem Polizeieinsatz zum Opfer gefallen ist, bestimmt nachhaltig. Wenn die gendergerechten Formulierungen nicht ausreichen, um die Gesellschaft endlich zu ändern, dann müssen neue und noch bessere Formulierungen gefunden werden. So wird von den Vertreter*innen in der kritischen Diskussion argumentiert. Ich schließe mich durchaus der Meinung an, dass Sprache und deren Verwendung die Gesellschaft direkt beeinflusst, den Worten müssten jedoch konkrete Taten folgen. Natürlich ist es wichtig, wenn man als Frau oder sonstigem Geschlecht zugehörig, ausdrücklich benannt wird. Leider erhöht sich dadurch das Gehalt in den meisten Fällen aber eben nicht automatisch, genauso wenig wie die Einstellungspolitik vieler Unternehmen oder die Kinderbetreuung. Bei der GKB setzt man neben den fast schon selbstverständlichen, geschlechtsneutralen Formulierungen vor allem auf Taten, die sich zB. im kontinuierlich steigenden Frauenanteil im Unternehmen zeigen. Unternehmen haben die Möglichkeit eine Vorreiterrolle einzunehmen und sie sollten diese auch nutzen. Dann kann die Kultur und die Gesellschaft auch in der Realität umgesetzt werden und nicht nur in der Theorie. Sollte diesmal alles wieder nichts nützen, bleibt den Frauen zumindest der Triumph, am Woman-Day zum halben Preis einkaufen gehen zu können! Eine echte Errungenschaft der Frauenbewegung. Mag.a Kerstin Hernler, MBA Diversitybeauftragte der GKB Gleichstellung durch Sprache Im April fand das traditionelle GKB-Einführungsseminar für neu eingetretene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter statt. In diesem Jahr musste das Ganze über Teams stattfinden. Nichts destotrotz konnte in gewohnter Art und Weise den neuen Mitarbeiter/innen die Möglichkeit geboten werden einen tieferen Einblick in das Unternehmen zu bekommen. Es fanden im April vier Onlinetermine, jeweils mittwochs und freitags, statt. Die Vorstellungsrunde wurde von Frau Mag. Bettina Nemas geführt, die auch für das gesamte Seminar die Moderation übernommen hatte. Generaldirektor KR Mag. Franz Weintögl erzählte den Mitarbeiter/ innen etwas über die Historie der Bahn, wie sich die GKB in den letzten Jahrzehnten entwickelte und stellte sich den Neuankömmlingen persönlich vor. Prokurist Mag. Gerald Klug übernahm den Part der Projekte, die in Zukunft geplant sind und gab den Teilnehmer/innen einen guten Überblick, über das was sie erwartet und welche Herausforderungen auf sie zukommen werden. Den Kommunikationsteil von der Firma move.ment übernahm Frau Mag. Barbara Mosser, die verschiedene Theorien erklärte und mit den Kolleg/innen über das Miteinander in der GKB gesprochen hat. Das Seminar war sehr informativ und wurde von den Mitarbeiter/innen wieder sehr gut angenommen. Obwohl den meisten ein Vororttermin lieber gewesen wäre, freuten sich die Teilnehmer/innen über den Austausch und über das gegenseitige Kennenlernen. Text & Foto: CL
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